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Wissen Sigmund Jähn: Ein Held des ganzen Landes
Nachrichten Wissen Sigmund Jähn: Ein Held des ganzen Landes
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13:32 23.09.2019
Sigmund Jähn Quelle: imago images/ITAR-TASS

„Ein beeindruckender Mann und ein eher leiser Held“ – die Worte von Vizekanzler Olaf Scholz kamen gewiss von Herzen, doch sie kamen zu spät. Denn Jähn, der seinen sperrigen DDR-Titel Fliegerkosmonaut beinahe wie einen Vornamen trug, hätte sich über offizielle gesamtdeutsche Wertschätzungen sicherlich auch zu Lebzeiten gefreut. Sicher, in Fachkreisen, etwa beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, da wurde Jähn nicht nur verehrt, er wurde geradezu geliebt. „Der erste Deutsche im All hat sich auch immer als Brückenbauer zwischen Ost und West im Sinne der friedlichen Nutzung des Weltraums verstanden. Seine Botschaft, für die Erde ins All, werden wir in ehrendem Gedenken bewahren und fortführen“, sagte etwa DLR-Chefin Pascale Ehrenfreund. Und Alexander Gerst, der so populäre Astro-Alex, war Jähn in inniger Freundschaft verbunden.

Ansonsten aber blieb Jähn, der sich trotz seiner exponierten Position in der DDR stets politischen Anstand bewahrt hatte, ein teildeutscher Held. Gefeiert und unvergessen bis heute im Osten, praktisch unbekannt im Westen. Dabei hatte sich der gebürtige Vogtländer nach der Wende für die gesamtdeutsche und europäische Raumfahrt eingesetzt. Doch im Westen nahm man ihn lange – wenn überhaupt – nur als sozialistische Staatsmarionette wahr; zu Unrecht. Denn Jähn war auch einer dieser Wissenschaftspioniere, die Geschichte geschrieben haben. Das Ferne und Unbekannte zu erkunden zum Wohle der Menschheit, durch die Reise ins All dabei zu helfen, den heimischen Planeten zu bewahren, das waren die Motive, die den bescheidenen Sachsen antrieben. „Es gehört zu den seltensten Ereignissen im Leben, dass ein Held der Kindheit zu einem Freund wird“, hatte Alexander Gerst zu Jähns 80. Geburtstag geschrieben. Spätestens anlässlich von Jähns Tod sollte hinzugefügt werden: Er war ein Held des ganzen Landes.

Von Daniel Killy/RND

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