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Wissen Affe „Skywalker“ bis zur „Elfenkröte“: Forscher entdecken neue Tierarten
Nachrichten Wissen Affe „Skywalker“ bis zur „Elfenkröte“: Forscher entdecken neue Tierarten
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13:36 12.12.2018
Der Hoolock Gibbon „Skywalker“ Quelle: WWF
Hannover

Sein Entdecker outete sich als Fan einer weit entfernten Galaxie: In der Mekong-Region ist ein Forscher auf eine neue Gibbon-Art gestoßen, die er nach dem Helden der Star-Wars-Filme benannte. „Skywalker“ ist nicht der einzige Neuling in der menschlichen Enzyklopädie der Tierarten. Insgesamt 157 Spezies haben die Experten im vergangenen Jahr aufgetan, die zuvor vom Menschen noch nie gesichtet worden waren.

Das zeigt der neue WWF-Report „New Species on the Block“, der die Ergebnisse und Resultate hunderter Wissenschaftler aus Laos, Vietnam, Thailand, Myanmar und Kambodscha zusammengetragen hat. Unter den Funden seien auch einige „sehr fantastisch anmutende Exoten“ wie etwa eine Bergkröte (Ophryophryne elfina), die durch ihre Hörner entfernt an eine Elfe erinnern soll. Gefunden wurde sie passender Weise in einem moosbewachsenen Nebelwald, den die Forscher „Elfenhain“ nennen.

Forscher haben in der Mekong-Region innerhalb eines Jahres insgesamt 157 neue Arten entdeckt – vom Gibbon „Skywalker“ bis zu einer elfenähnlichen Bergkröte. Dies sind darunter die spektakulärsten Spezies.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr drei Säugetiere, 23 Fische, 14 Amphibien, 26 Reptilien und 91 Pflanzen neu beschrieben. Innerhalb von zehn Jahren seien damit in dieser Region 2681 neue Arten entdeckt worden, heißt es im WWF-Report.

Für Forscher ist es ein Wettlauf gegen die Zeit

Allerdings steht es nicht gut um viele dieser exotischen Tiere. „Der Skywalker Gibbon ist eine der 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Und daran ist kein Imperium Schuld, sondern wir“, sagt WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler. Massive Lebensraumzerstörung, riesige Wasserkraftanlagen und Wilderei im großen Stil machten nicht nur den Affen das Leben schwer, sondern bedrohen den gesamten Naturraum. Das „Goldenen Dreieck“, eine Region in der Thailand, Myanmar und Laos aufeinandertreffen, gilt laut WWF als Hot Spot des illegalen Wildtierschmuggels.

„In der Mekong-Region gibt es vermutlich noch unzählige Arten, die die Wissenschaft nicht kennt“, sagt Ziegler. „Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Wenn wir ihn verlieren, verschwinden Tiere und Pflanzen von deren Existenz die Menschheit nicht einmal wusste.“

Von Sonja Fröhlich/RND

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