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Wirtschaft Wirtschaft mit stärkstem Wachstum seit Wiedervereinigung
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft mit stärkstem Wachstum seit Wiedervereinigung
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12:27 30.03.2011
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Die niedersächsische Wirtschaft hat im vergangenen Jahr das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung hingelegt. Durch die kräftige Erholung nach der Rezession sei das Bruttoinlandsprodukt 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent gestiegen, berichtete der Landesbetrieb für Statistik am Mittwoch in Hannover. Bereinigt um die Preisentwicklung bedeute dies den größten Zuwachs seit 1990. Im Krisenjahr 2009 war der Gesamtwert aller produzierten Güter und Dienstleistungen im Land noch um 4,4 Prozent gesunken. Das Niveau von 2008 sei noch nicht wieder erreicht, doch die Erholung weit stärker ausgefallen als erwartet, hieß es.

Sobald die Wirtschaft nach einem konjunkturellen Einbruch wieder Fahrt aufnimmt, sind die Wachstumsraten meist höher als zwischen einzelnen guten Jahren. Der Aufschwung habe sich in Niedersachsen zuletzt aber durch alle wichtigen Branchen gezogen, betonten die Statistiker: „Wir waren so gut wie lange nicht mehr.“

Die Bruttowertschöpfung - der gesamte produzierte Wert abzüglich der Vorleistungen für die Herstellung - legte im verarbeitenden Gewerbe unter Ausschluss von Preiseffekten um 8,1 Prozent zu. Im Baugewerbe lag das Plus bei 6,8, im produzierenden Gewerbe bei 6,6 Prozent. Hauptmotor des Aufschwungs war die starke Exportnachfrage, aber auch die anziehende Binnenkonjunktur sorgte für mehr Aufträge.

Im bundesweiten Vergleich hinkte der Nordwesten allerdings leicht hinter anderen Regionen her. Im Schnitt aller Länder betrug das Plus im vorigen Jahr preisbereinigt 3,6 Prozent. Im kleinsten Bundesland Bremen blieb das Wachstum nach Angaben des Statistischen Landesamts mit 2,8 Prozent noch weiter hinter dem Bundestrend zurück.

Ähnlich wie in Niedersachsen sahen die Bremer Experten einen Grund für die „etwas geringere Dynamik“ in der kleineren Wachstumsdelle des Vorjahres. „Damit war insgesamt auch angelegt, dass das Tempo des Wiederanstiegs niedriger ausfiel“, erklärten die Statistiker.

dpa

Carola Böse-Fischer 29.03.2011