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Wirtschaft Wirtschaft in Niedersachsen geht weiter bergauf
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft in Niedersachsen geht weiter bergauf
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14:20 15.07.2010
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Gute Nachrichten aus der niedersächsischen Wirtschaft: Die Unternehmen im Land bewerten ihre derzeitige Lage so positiv wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Dies ergab die am Donnerstag in Hannover von der Industrie- und Handelskammer (IHK) präsentierte Konjunkturumfrage unter 1600 Unternehmen im Land.

Die Konjunktur präsentiere sich derzeit wie ein „sehr langanhaltendes Frühjahr: alles sprießt, wächst und gedeiht“, sagte Wilfried Prewo, Hauptgeschäftsführer der IHK-Hannover. Die Situation der Unternehmen hätte sich in den vergangenen 15 Monaten „nahezu ebenso schnell“ erholt, wie sie vor gut zwei Jahren im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise eingebrochen sei.

„Die mittlerweile fünf Quartale anhaltende Aufwärtsbewegung ist weiterhin ungebremst“, betonte Prewo. Mittlerweile sei bereits das Niveau von Anfang 2008 wieder erreicht. Bei dem jetzigen Tempo werde die Wirtschaft bis Mitte 2012 wieder vollständig erholt sein.

Die ungebrochen gute Entwicklung stützt sich im zweiten Quartal 2010 laut IHK auf die gute Geschäftslage, die mittlerweile nahezu alle Branchen erreicht hat. Erstmals seit 2008 überwiege die Zahl der Unternehmen mit guter Geschäftslage die Negativmeldungen. Hauptstütze für die Wirtschaft bleibe der Export. Auch wollten die Unternehmer wieder mehr investieren. „Die weltweite Konjunkturbelebung und der schwächere Euro haben die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Unternehmen zusätzlich gestärkt“, sagte Prewo.

Zu den größten Gewinnern der anziehenden Konjunktur zählen der Umfrage zufolge die Industriebranchen Chemie, Gummi- und Kunststoffwaren, Elektrotechnik und Maschinenbau, die Hersteller von Gebrauchsgütern wie Möbel, die Speditionen, der Handel und die Zeitarbeitsfirmen. Dagegen hinkten die Fahrzeugindustrie und ihre Zulieferer noch hinterher. Auch verbrauchernahe Dienstleister wie Reisebüros oder Freizeitangebote sowie der Hochbau klagten über fehlende Aufträge.

Trotz der überaus guten Aussichten ist sich Prewo sicher, dass die Erholung durch die Leistung und Flexibilität der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter erbracht wurde. „Das Konjunkturprogramm der Politik hat nichts Positives gebracht. Insbesondere wenn man jetzt sieht, wie stark gespart und konsolidiert werden muss. Die Autoindustrie hätte etwa auch ohne die „absolut blödsinnige“ Abwrackprämie die Krise überstanden und hätte jetzt nicht unter den Negativfolgen zu leiden.

dpa