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Wirtschaft Conti möchte auch gefördert werden
Nachrichten Wirtschaft Conti möchte auch gefördert werden
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15:00 01.11.2018
Fahnen mit dem Continental-Logo wehen vor der Hauptverwaltung des Unternehmens. Quelle: dpa
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Hannover

Der Autozulieferer Continental fordert Nachbesserungen bei der gesetzlichen Neuregelung der beruflichen Qualifizierung. Die Bundesregierung plant, künftig nur Weiterbildungen fördern, wenn sie länger als vier Wochen dauern und außerhalb des Betriebs stattfinden. „Dies widerspricht jeglicher Erfahrung mit Lerneffektivität“, sagte Personalvorstand Ariane Reinhart am Donnerstag. „Effizientes Lernen funktioniert am besten im Betrieb selbst, weil sich dort die Lernerfolge durch den Praxisbezug schneller einstellen und die Mitarbeiter entsprechend motiviert sind.“

Zudem stört man sich bei Conti auch an der geplanten Staffelung der Förderung nach Firmengröße. „Weiterbildung muss zielgerichtet sein“, erklärte Reinhart. Deshalb dürften nur Unternehmen berücksichtigt werden, die eine strategische Personalplanung für die nächsten fünf Jahre hätten: „Wenn wir nur 20 Prozent unserer rund 63.000 Mitarbeiter in Deutschland neun Monate lang qualifizieren wollen, kostet uns das eine Milliarde Euro.“

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Der Vorstoß von Continental stößt im Arbeitgeberlager auf Kritik. Die Förderung auf kleine und mittlere Unternehmen zu beschränken und bei 2000 Beschäftigten die Grenze zu ziehen, sei sinnvoll, hatte Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer kürzlich im „Handelsblatt“ erklärt. Auch der Chemie-Arbeitgeberverband macht sich für die spezielle Förderung kleinerer Firmen stark, solange diese nicht am Bedarf vorbei gehe.

 

Von Jens Heitmann

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