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Wirtschaft Volkswagen legt sich auf Zeitarbeits-Regeln fest
Nachrichten Wirtschaft Volkswagen legt sich auf Zeitarbeits-Regeln fest
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17:02 30.11.2012
Für die Zeitarbeit bei VW gibt es jetzt festgelegte Regeln. Abgeschafft wird sie nicht. Im Gesamtkonzern bleibe Zeitarbeit notwendig, um die Flexibilität bei Produktionsschwankungen hoch zu halten. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Wolfsburg/München

Zur „Charta der Zeitarbeit“ gehören außerdem der Grundsatz gleicher Bezahlung über einen Stufenplan sowie der mögliche Aufstieg in die Stammbelegschaft. Insgesamt beschäftigt der größte europäische Autokonzern weltweit etwa eine halbe Million Menschen. „Wir sind uns der Verantwortung für jeden einzelnen Mitarbeiter bewusst“, sagte VW-Chef Martin Winterkorn auf einer Tagung des Weltkonzernbetriebsrats bei der Tochter MAN in München. „Dies gilt für Stammbeschäftigte wie für die Zeitarbeiter.“

Zur Zahl der derzeit weltweit eingesetzten Zeit- oder Leiharbeiter machte der Konzern keine Angaben. Ende Mai war bei Volkswagen bereits eine außertarifliche Regelung zur Übernahme von bis zu 3000 Leiharbeitern in Deutschland bis Mitte 2013 beschlossen worden. Zum Jahreswechsel beginnt zudem eine neue, tariflich festgeschriebene Lohnstaffelung: Leiharbeiter können nach neun Monaten im Betrieb mit Stammbeschäftigten gleichgestellt werden. Anfang November hatte VW angekündigt, im Stammwerk Wolfsburg bis zum Jahresende 637 Leiharbeiter zu übernehmen.

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Im Gesamtkonzern bleibe Zeitarbeit notwendig, um die Flexibilität bei Produktionsschwankungen hoch zu halten, sagte Personalvorstand Horst Neumann. Macht achte aber darauf, sie „maßvoll“ einzusetzen. Überdies bekämen Zeitarbeiter Angebote zur eigenen Weiterbildung.

Betriebsratschef Bernd Osterloh sieht die Charta als Meilenstein: „Zeitarbeiter im Volkswagen-Konzern sind keine Beschäftigten zweiter Klasse.“ IG-Metall-Chef Berthold Huber - derzeit auch Präsident des Gewerkschaftsverbands IndustriAll Global Union - kam ebenfalls zur Unterzeichnung nach München. „Die Charta sichert zu, dass Zeitarbeit nicht als Instrument zur Kostensenkung missbraucht wird“, sagte er.

dpa/sag

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