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Wirtschaft Geht VW seinen Arbeitern an die Wäsche?
Nachrichten Wirtschaft Geht VW seinen Arbeitern an die Wäsche?
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17:50 11.03.2016
Geht es den VW-Mitarbeitern jetzt ans Hemd? Quelle: dpa
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Wolfsburg

"Bei Volkswagen gibt es allen Ernstes Bestrebungen, die T-Shirts als Teil der Arbeitskleidung abzuschaffen", hatte der Chef des Betriebsrates, Bernd Osterloh, am Dienstag in Wolfsburg bei einer Versammlung vor gut 20 000 Mitarbeitern gesagt. Er verwies auf Verhandlungen am Mittwoch. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Unternehmenskreisen erfuhr, verliefen die Gespräche zum T-Shirt-Sparen aber ergebnislos. Die Debatte sei vertagt worden. Osterloh hatte bei der Betriebsversammlung den Plan zur Abschaffung der T-Shirts als "indiskutabel" zurückgewiesen. Der dpa liegt eine Mitschrift seiner Rede vor. Demnach kündigte Osterloh an, notfalls alternativ die IG Metall für T-Shirts sorgen zu lassen. "Ich weiß schon, was dann auf den T-Shirts geschrieben steht: "Die IG Metall lässt Dich nicht ohne Hemd dastehen"", sagte Osterloh demnach.

Teilnehmer der Betriebsversammlung bestätigten, dass Osterloh das Thema T-Shirts tatsächlich zu Sprache brachte. Fassungslos sagte er demnach: "Volkswagen könnte Milliarden sparen, wenn die richtigen Hebel bewegt und die Prozesse eingehalten werden. Aber dass unsere Kolleginnen und Kollegen unter ihren Latzhosen künftig mit freiem Oberkörper arbeiten sollen - das machen wir nicht mit."

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Wie hoch die Verhandlungen zu den T-Shirts hängen und ob der Vorstoß womöglich eine Einzelmeinung darstellt oder tatsächlich offiziell vom Management als Sparvorhaben abgesegnet ist, ließ sich am Freitag zunächst nicht verbindlich klären. Ein VW-Sprecher sagte: "Es gibt zahlreiche interne Vorschläge und Ideen zur Einsparung von Kosten. Wir haben nicht vor, jeden einzelnen öffentlich zu kommentieren."

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Es gehe nicht an die Substanz der Stammbelegschaft - das war bisher das klare Versprechen des VW-Managements in der Debatte um mögliche Job-Folgen des Abgas-Skandals. Intern wird nun deutlich: Zumindest in der Verwaltung stehen Tausende Haustarif-Stellen auf der Kippe.

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