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Wirtschaft VW holt sich US-Hilfe für Bau von Roboterautos
Nachrichten Wirtschaft VW holt sich US-Hilfe für Bau von Roboterautos
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19:53 04.01.2018
Johann Jungwirth, Leiter des Bereichs Digitalisierungsstrategie beim Volkswagen Konzern , arbeitet mit Aurora zusammen Quelle: dpa
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Wolfsburg/Palo Alto

  Volkswagen holt sich für die Entwicklung selbstfahrender Autos Hilfe vom ehemaligen Chefentwickler der Google-Roboterwagen Chris Urmson. VW und die auf Technologie für autonomes Fahren spezialisierte Silicon-Valley-Firma Aurora hätten sich auf eine strategische Partnerschaft verständigt, teilte der Konzern am Donnerstag in Wolfsburg mit. „Unsere Vision ist Mobilität für alle auf Knopfdruck“, sagte  Digitalchef Johann Jungwirth. Die Zusammenarbeit mit Aurora sei dafür ein „riesiger Sprung nach vorn“. Auch der südkoreanische VW-Rivale Hyundai will mit dem US Start-Up auf diesem Feld kooperieren. 

Urmson hat Aurora vor knapp einem Jahr zusammen mit zwei anderen IT-Spezialisten gegründet: Sterling Anderson war beim E-Auto-Pionier Tesla Chef des Autopilot-Programms, Drew Bagnell ist Experte für maschinelles Lernen und hatte zuvor beim Fahrdienstleister Uber angeheuert.  „Unsere Priorität bei Aurora liegt darauf, selbstfahrende Fahrzeuge Realität werden zu lassen - sicher, schnell und breit zugänglich“, sagte Urmson. Mit Partnern aus der Industrie wie VW sei das schneller zu erreichen. „Gemeinsam werden wir selbstfahrende Fahrzeuge in großem Maßstab auf den Markt bringen.“ 

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Autohersteller, IT-Konzerne und diverse Start-Ups suchen nach Wegen, das autonome Fahren möglichst schnell voranzubringen. Volkswagen wolle schon in diesem Jahr eine „signifikant zweistellige Summe“ eigener Autos mit Aurora-Technologie als Testflotte in Betrieb zu nehmen, sagte Jungwirth dem „Handelsblatt“: „Wir wollen mit Aurora beim autonomen Fahren auf die Überholspur.“ Das System des Start-ups solle langfristig in alle Modelle der Unternehmensgruppe eingebaut werden.

Bei der Internationalen Automobilausstellung 2016 hat Volkswagen bereits ein rollendes Gefährt für sogenannte Level-5-Autonomie vorgestellt, das ohne Lenkrad im Fahrerraum auskommt -  es soll die Basis für eine neue Modellfamilie werden. In einem selbstfahrenden Fahrzeug entfielen 90 Prozent des Fahrzeugwertes auf die Software, sagte Jungwirth

Der Konzern will den Kurzstreckenverkehr in Ballungsräumen zu einem neuen Geschäft machen. „Wir wollen als Flottenbetreiber und Mobilitätsanbieter mit autonomen Fahrzeugen zur wichtigsten Plattform in Europa werden und strategische Partnerschaften von Stadt zu Stadt eingehen“, sagte Jungwirth.

Von Andrej Sokolow

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