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Nachrichten Wirtschaft VW holt Chef der Dillinger Hütte nach Wolfsburg
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00:15 08.12.2015
Von Lars Ruzic
Karlheinz Blessing im Jahr 2013 als Vorstandsvorsitzender der Dillinger Hütte. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover

Schon Neumanns Vorgänger Peter Hartz kam einst von der Dillinger Hütte zu Volkswagen - bevor ihn vor zehn Jahren die Affäre um Lustreisen und Millionen-Boni für Betriebsräte aus dem Amt spülte. 

Das Vorschlagsrecht für den Arbeitsdirektor hat bei VW traditionell die von der IG Metall dominierte Arbeitnehmerseite. Bis September hatte alles nach einem Wechsel von VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh auf „die dunkle Seite der Macht“, wie er es selbst gern nennt, ausgesehen. Doch mit dem Abgas-Skandal und den sich bereits abzeichnenden Folgen für die Belegschaft, hätte die Mannschaft ihm diesen Wechsel übel genommen, sagte Osterloh unlängst. So musste die IG Metall sich kurzfristig auf die Suche machen nach einer neuen Besetzung für den wohl prestigeträchtigsten und bestbezahlten Job, den sie vergeben kann.

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Der 58-jährige Blessing war Büroleiter des damaligen IG Metall-Vorsitzenden Franz Steinkühler und Anfang der 1990er Jahre kurz Bundesgeschäftsführer der SPD. 1993 ersetzte er als Arbeitsdirektor bei der Dillinger Hütte Peter Hartz, der damals zu VW nach Wolfsburg ging. Seit 2011 ist er Vorstandschef der Dillinger Hütte. Blessing sei gut in der IG Metall vernetzt, habe aber auch unternehmerische Erfahrung, hieß es in Konzernkreisen. „Das passt.“ Allerdings verpasst VW damit die Chance, einen weiteren Vorstandsposten mit einer Frau zu besetzen. Zuletzt soll neben Blessing noch eine weibliche Kandidatin im Rennen gewesen sein.

Einbruch in Großbritannien: VW hat im November in Großbritannien rund 20 Prozent weniger Autos seiner Kernmarke verkauft, wie der britische Branchenverband SMMT am Freitag mitteilte. Die Gesamtzahl der neu zugelassenen Autos im Vereinigten Königreich stieg dagegen um 3,8 Prozent im Vergleich zum November 2014. Hier könnte der Skandal um manipulierte Abgaswerte, der Mitte September bekannt geworden war, seine Spuren hinterlassen haben.

Audi holt Entwickler zurück: Der Audi-Aufsichtsrat hat den im Zuge der VW-Dieselaffäre bereits beurlaubten Technikvorstand Ulrich Hackenberg aus dem Vorstand entlassen und den zu Rheinmetall gewechselten früheren Leiter der Audi-Motorentwicklung, Stefan Knirsch, als Nachfolger zurück nach Ingolstadt geholt. Die US-Anwaltskanzlei Jones Day wurde beauftragt, die Hintergründe der Dieselaffäre bei Audi zu ermitteln.

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