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Nachrichten Wirtschaft So will VW der E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen
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16:08 27.12.2018
Volkswagen gibt ersten Ausblick auf eine mobile Schnellladesäule, an der E-Autos in 17 Minuten geladen werden können. Quelle: Volkswagen Konzern Komponente
Wolfsburg

Es ist ein Henne-Ei-Problem: Bislang fährt kaum jemand ein Elektroauto, also lohnt sich der Bau von Ladesäulen kaum. Bislang gibt es wenige Säulen, also wagen wenige Menschen den Umstieg vom Benziner oder Diesel aufs Batterie-Auto. Man könnte ja unterwegs mit leerem Akku liegenbleiben, fürchten viele.

Da scheint es nur folgerichtig, dass die Autohersteller sich selbst um Lademöglichkeiten kümmern: Volkswagen hat am Donnerstag eine „mobile Schnellladesäule“ vorgestellt. Sie funktioniere „nach dem Prinzip einer Powerbank, wie sie viele Menschen für ihr Mobiltelefon kennen – nur eben für E-Fahrzeuge“, erklärt die Komponenten-Sparte des Konzerns.

Bis zu zwei Tonnen Gewicht

Eine Powerbank fürs E-Auto? Ganz so mobil wie ihr Smartphone-Pendant ist das von VW entwickelte Gerät nicht. Es wiegt je nach Ausbaustufe 1,5 bis 2 Tonnen, passt also nicht in den Kofferraum. Aber man könne es ohne Bauarbeiten spontan auf Parkplätzen oder Firmengeländen aufstellen, erklärt VW.

So könnten Städte zum Beispiel herausfinden, wo die besten Standorte liegen, bevor sie feste Säulen aufstellen. Außerdem könne man die Besucher von Großveranstaltungen temporär versorgen. Die Standorte ließen sich per App finden.

Technisch gesehen handelt es sich um ein riesiges Akkupaket. Das erklärt auch das hohe Gewicht. Die Maximalkapazität von 360 Kilowattstunden reicht laut VW, um „bis zu 15 E-Fahrzeuge“ aufzuladen. In der Praxis dürfte der Saft für zehn E-Autos mit fast leeren Akkus und ein paar E-Bikes reichen.

Geht der Strom in der Säule zur Neige, soll sie einfach gegen eine geladene getauscht werden, erklärt VW. Gibt es vor Ort eine Steckdose, könne die Säule sich aber auch daran wieder aufladen. Dabei fließt der Strom allerdings relativ langsam, während sie ihn selbst schnell wieder abgibt. Für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb an der Autobahn taugt die Säule deshalb kaum.

Zweites Leben für alte Akkus

VW will sie nun in einem Pilotprojekt in Wolfsburg testen. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung werde man im ersten Halbjahr 2019 zwölf Exemplare aufstellen, sagte ein Sprecher der Komponentensparte. Der Strom sei im Rahmen dieses Projekts gratis. Ab 2020 sollen die Säulen auch in anderen Städten zum Einsatz kommen. Ob VW sie nur verkaufen oder auch selbst betreiben will, sei noch nicht entschieden, sagte der Sprecher.

Es gehe nicht nur darum, den Verkauf von E-Autos anzukurbeln. Ziel sei auch, Batterien möglichst lange zu verwenden und dadurch Rohstoffe zu sparen. In der Säule stecken deshalb keine neuen Akkus – sondern gebrauchte aus alten E-Autos.

Von Thomas Strünkelnberg und Christian Wölbert

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