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Wirtschaft VW-Auftrag in Millionen-Höhe für Karmann
Nachrichten Wirtschaft VW-Auftrag in Millionen-Höhe für Karmann
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15:56 03.07.2009
Millionen-Auftrag von Volkswagen für Karmann?
Millionen-Auftrag von Volkswagen für Karmann? Quelle: Clemens Bilan/ddp
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Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet. Das Besondere an dem Geschäft sei, dass Volkswagen den Betrag in Vorkasse zahle, hieß es. Erst durch die VW-Millionen sei die Gründung einer Transfergesellschaft in letzter Minute möglich geworden. Ein Unternehmenssprecher wollte den Medienbericht nicht kommentieren.

Insolvenzverwalter Ottmar Hermann hatte in der zurückliegenden Zeit vergeblich darauf gedrängt, dass Mercedes eine Forderung von Karmann in Höhe von 40 Millionen Euro bezahlt. Über das konkrete Zustandekommen des Geschäfts mit VW verlautbarte nichts.

Ein Sprecher der Staatskanzlei in Hannover sagte auf ddp-Anfrage, die Landesregierung habe seit Beginn des Insolvenzverfahrens engsten Kontakt zum Insolvenzverwalter und zu unterschiedlichen Automobilherstellern gehabt. Dabei sei es um Beschäftigungssicherung durch Entwicklungs- und Produktionsaufträge sowie die Finanzierung einer weiteren Transfergesellschaft gegangen. „Wir begrüßen, dass es dem Insolvenzverwalter kurz vor Toresschluss gelungen ist, insbesondere die Transfergesellschaft zu finanzieren“, sagte der Sprecher.

Wie am selben Tag verlautete, will Karmann will künftig mit der Karmann E-Mobil GmbH seine Aktivitäten im Bereich Elektromobilität bündeln. Geschäftsführung und Insolvenzverwaltung der Wilhelm Karmann GmbH beschlossen dazu die Gründung der neuen eigenständigen Gesellschaft, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Die juristischen Gründungsformalitäten seien eingeleitet worden.

„Mit der Karmann E-Mobil übernehmen wir die Herstellerverantwortung und wollen in eigener Regie sowohl Fahrzeuge für den Personenverkehr als auch für den Wirtschaftsverkehr konzipieren und vermarkten“, sagte der Sprecher der Geschäftsführung Peter Harbig. Ausgestattet werde die neue Gesellschaft unter anderem mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag.

Am Montag war für Karmann beim Amtsgericht Osnabrück das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Ziel ist die Fortführung des Geschäftsbetriebs und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Mit der Gründung einer Qualifizierungsgesellschaft können die 1540 gekündigten Mitarbeiter des Automobilbauers auf Weiterbeschäftigung in anderen Unternehmen hoffen.

Bei dem Traditionsunternehmen Karmann wurden seit 1949 mehr als 3,3 Millionen Fahrzeuge gefertigt. Gebaut wurden vor allem Cabrios für Mercedes-Benz, Volkswagen, Audi und Ford. Am 22. Juni war bei Karmann mit einem Mercedes-Benz CLK 200 das letzte Fahrzeug vom Band gefahren.

ddp