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Wirtschaft Porsche- und Audi-Vorstände müssen gehen
Nachrichten Wirtschaft Porsche- und Audi-Vorstände müssen gehen
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14:34 24.09.2015
Soll gehen: Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg.
Soll gehen: Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, müssen drei Topmanager den VW-Konzern wegen der Abgas-Affäre verlassen. Gehen sollen Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg, Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz und Volkswagen-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer, berichtet "Spiegel Online". Hackenberg war lange Entwicklungschef bei VW, Hatz war für die Motorenentwicklung zuständig. Der Einbau der verbotenen Software soll in ihre Amtszeiten fallen. Der VW-Konzern kommentierte die Personalien nicht.

Muss gehen: Wolfgang Hatz. Quelle: dpa

Seit 2009 waren Diesel-Modelle von VW-Fahrzeugen in den USA mit dieser Software ausgestattet worden. Hackenberg, Vertrauter des zurückgetretenen VW-Chefs Martin Winterkorn, ist seit 2013 Entwicklungschef bei Audi. Hatz wechselte im 2011 als Entwicklungsvorstand zu Porsche.

VW-Chef Winterkorn war am Mittwoch zurückgetreten. Als Vorstandsvorsitzender übernehme er die Verantwortung für die bekanntgewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren, erklärte er. „Volkswagen braucht einen Neuanfang - auch personell.“ Mit seinem Rücktritt mache er den Weg dafür frei. Über die Nachfolge soll der Aufsichtsrat am Freitag beraten.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der Mitglied des VW-Aufsichtsratspräsidiums ist, nahm am Donnerstag Stellung zur VW-Affäre. Im ARD-Morgenmagazin betonte Weil, nach dem Winterkorn-Rücktritt stehe die Aufklärung des Skandals im Mittelpunkt. "Das ist ein erster Schritt auf einem längeren Weg, den VW jetzt vor sich hat. Das Vertrauen zurückzugewinnen, wird länger dauern", sagte Weil. Zu den Gerüchten um die Nachfolge Winterkorns an der VW-Spitze wollte sich Weil nicht äußern. Allerdings betonte Weil, bei Europas größtem Autobauer müsse in Zukunft einiges anders werden. "Es gibt Bereiche, die waren nicht hinreichend transparent. So etwas darf sich nie wiederholen."

iro/mic/frs

24.09.2015
24.09.2015