Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft Trump gegen China: Zwei Präsidenten wollen einen Deal
Nachrichten Wirtschaft Trump gegen China: Zwei Präsidenten wollen einen Deal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:31 07.01.2019
US-Präsident Donald Trump empfängt den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Trumps Anwesen Mar-a-Lago (Archivbild aus dem April 2017). Quelle: Alex Brandon/AP/dpa
Frankfurt

Hochrangige Delegationen suchen einen Weg, um Strafzölle aufzuheben, mit denen China und die USA einander bekämpfen. Wir erläutern, was die entscheidenden Punkte sind.

Wer verhandelt mit wem?

Für Montag und Dienstag sind Verhandlungen in Peking geplant, die auf der US-Seite vom Vizehandelsbeauftragten Jeffrey Gerrish geführt werden. Dass die chinesische Regierung den Gesprächen hohe Bedeutung zumisst, ist nach Ansicht von Beobachtern daran zu erkennen, dass Vizepremier Liu He die amerikanische Delegation empfangen hat. Liu gilt als wichtigster Wirtschaftsberater von Präsident Xi Jinping.

Wie groß sind die Chancen auf eine Einigung?

US-Präsident Donald Trump hat getwittert, dass eine umfängliche Einigung schnell erreicht werden könne. Chinas Wirtschaftswachstum sei wegen des Handelskrieges deutlich geringer ausgefallen als erwartet. Trump will damit suggerieren, dass die kommunistische Regierung zu weitreichenden Zugeständnissen bereit ist. Richtig ist, dass insgesamt die Konjunktur in der Volksrepublik lahmt. Die Regierung versucht unter anderem mit enormen Investitionen in die Infrastruktur und mit Steuererleichterungen dagegen zu halten.

Gibt es bereits Signale für ein Einlenken?

Ganz wichtig war, dass China mit dem Beginn des neuen Jahres die Einfuhrzölle auf Autos aus den USA wieder auf 15 Prozent reduziert hat – zuvor waren es 40 Prozent. Darunter hatten nicht nur Tesla oder General Motors gelitten, sondern auch Daimler und BMW. Sechs der zehn in China am meisten verkauften Import-Modelle aus den USA werden von den beiden deutschen Autobauern gefertigt. Außerdem hat China den Importstopp für Sojabohnen wieder aufgehoben. Das ist besonders wichtig für Trump, denn Bauern gehören zu seinen wichtigsten Wählern.

Wie werden die weiteren Verhandlungen laufen?

Xi und Trump hatten Anfang Dezember beim G20-Treffen in Buenos Aires eine Art Waffenstillstand für 90 Tage vereinbart. Die Frist läuft also Anfang März aus. Wird bis dahin keine Einigung erzielt, will der US-Präsident Einfuhrzölle für alle möglichen chinesischen Waren in einem Wert von jährlich 200 Milliarden Dollar merklich erhöhen. Nämlich von zehn auf 25 Prozent. Das dürfte die chinesische Volkswirtschaft heftig treffen. Der nächste wichtige Schritt dürfte sein, wenn Liu He sich demnächst mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lightizer zusammensetzt. Laut Medienberichten könnte es beim Weltwirtschaftsforum in Davos (22. bis 25. Januar) ein weiteres Treffen von Trump mit Xi geben.

Wo liegen die entscheidenden Punkte für die USA?

Die US-Seite will einerseits Absatzmärkte absichern. Ein zentraler Punkt sind dabei neben Sojabohnen Importe andere landwirtschaftliche Produkte wie Mais, Baumwolle oder Schweinefleisch. Außerdem will Trump Geschäfte in der Energiebranche einfädeln. So soll China die Einfuhr von verflüssigtem US-Erdgas massiv forcieren. Überdies soll ist der Zugang von US-Banken auf den chinesischen Kapitalmarkt erleichtert werden.

Wie sieht es mit der Hightech-Branche aus?

Das dürfte der schwierigste Part der Verhandlungen werden. Denn Trump will das Streben Chinas nach einer globalen Führerschaft bei allem, was mit Hochtechnologie zu tun hat, eindämmen. Deshalb strebt die US-Seite unter anderem an, dass heimische Konzerne bei Kooperationen mit chinesischen Unternehmen nicht mehr zum Technologietransfer gezwungen werden. Auch verlangen die Amerikaner, dass die Regierung in Peking den Diebstahl geistigen Eigentums konsequent verfolgt und staatliche Subventionen für Computer- und Telekom-Firmen wie Huawei einstellt.

Lesen Sie hier:
China und USA nähern sich im Handelsstreit an

Von Frank-Thomas Wenzel/RND

Die dänische Regierung will in Kopenhagen neuen Platz für Firmen schaffen. Doch die Stadt ist dicht besiedelt und bietet dafür kaum Raum. Die Skandinavier stellen mit dem Projekt „Holmene“ eine innovative Lösung vor.

07.01.2019

VW-Chef Herbert Diess wertet das China-Geschäft auf. Für den Konzern werde der dortige Markt künftig eine noch größere Bedeutung haben, sagte er in Peking.

07.01.2019
Wirtschaft Drogeriekette aus Burgwedel - Rossmann wächst schneller als dm

Die Drogeriekette Rossmann kommt beim Umsatz noch nicht ganz dm heran, wuchs zuletzt aber schneller.

07.01.2019