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Nachrichten Wirtschaft Bund plant für Bahn weitere Schnellfahrtrassen
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17:54 21.03.2019
ICE bei Wolfsburg: Niedersachsen soll zwei Tempo-300-Strecken erhalten. Quelle: dpa
Hannover/Berlin

Erst Anfang der Woche hat die Bundesregierung ihre Pläne für eine neue Hochgeschwindigkeits-Bahntrasse zwischen Hannover und Bielefeld verkündet – nun werden weitere Vorhaben bekannt. Die Bahn soll künftig auch zwischen Hannover und Berlin, zwischen Frankfurt und Mannheim sowie zwischen Würzburg und Nürnberg mit bis zu 300 Kilometer pro Stunde fahren. Das sagte der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Trassenprojekte sind Schritte auf dem Weg zum sogenannten Deutschland-Takt, den die Bundesregierung bis 2030 umsetzen will. An Knotenpunkten wie Hannover sollen Reisende schneller umsteigen können. Dazu sollen nicht nur mehr Züge fahren, sie sollen auch zu ähnlichen Zeiten an den Knotenpunkten ankommen. Dafür müssen wiederum viele Verbindungen beschleunigt werden.

Der Ausbau der drei Strecken dürfte Milliarden kosten. Ferlemann sprach von langfristigen Projekten. „Das kommt nicht von heute auf morgen.“ Bislang gibt es in Deutschland erst drei Tempo-300-Strecken: zwischen Frankfurt und Köln, zwischen Erfurt und Nürnberg sowie zwischen Nürnberg und Ingolstadt.

Die Bahn müsse auch neue Fahrzeuge beschaffen, dies dauere seine Zeit, ergänzte Ferlemann. Die jüngste, vierte ICE-Generation ist langsamer als ihre Vorgängerin. Die Züge erreichen lediglich eine Spitzengeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde. Die Bahn prüft, ob diese sich auf Tempo 265 erhöhen lässt.

„Wir begrüßen das Engagement des Bundes, Maßnahmen für einen Deutschlandtakt voranzutreiben“, sagte eine Bahnsprecherin. „Hierzu sind wir mit dem Bund in Gesprächen, auch für die Strecken Berlin-Hannover und Würzburg-Nürnberg. Die Planungen zu Frankfurt-Mannheim laufen bereits.“

Pro Bahn lobt Deutschland-Takt

Ein Sprecher des Fahrgastverbands Pro Bahn begrüßte die Ankündigungen der Bundesregierung. Der geplante Deutschland-Takt sei eine „super Sache“, sagte er. In der Schweiz habe sich ein vergleichbares System schon seit dem Jahr 2000 bewährt.

Er rechne mit einem Ausbau der Strecke zwischen Hannover und Berlin, nicht mit einem Neubau, sagte der Pro-Bahn-Sprecher. Zwischen Hannover und Wolfsburg werde dadurch eine Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde möglich, zwischen Wolfsburg und Berlin auch Tempo 300. Um den Deutschland-Takt umzusetzen, müssten allerdings noch weitere Strecken beschleunigt werden – zum Beispiel die zwischen Hannover und Hamburg. „Da ist man noch nicht so weit mit den Planungen.“

Am Sonntag hatte die Bundesregierung ihre Pläne für eine komplett neue Schnelltrasse zwischen Hannover und Bielefeld verkündet. Allein diese Neubaustrecke soll die Fahrtzeit zwischen Köln und Berlin von vier Stunden und 40 Minuten auf vier Stunden verkürzen. Der Bund bevorzugt laut Ferlemann eine Trassenführung entlang der Autobahn 2. Pro Bahn begrüßte die Neubaupläne, in betroffenen Landkreisen formiert sich allerdings bereits Widerstand dagegen.

Von Bernd Roeder und Christian Wölbert

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