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Wirtschaft Auch in Hannover: Flugbegleiter bestreiken Eurowings und Germanwings am Sonntag
Nachrichten Wirtschaft Auch in Hannover: Flugbegleiter bestreiken Eurowings und Germanwings am Sonntag
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20:21 18.10.2019
Auch Eurowings soll am Sonntag bestreikt werden, hat die Flugbegleitergewerkschaft Ufo angekündigt. Quelle: Bernd Thissen/dpa
Hannover

Die unabhängige Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat den geplanten Streik bei der Lufthansa abgesagt – dafür soll es am Sonntagvormittag zwischen 5 und 11 Uhr aber bei den Tochtergesellschaften Eurowings, Germanwings, Lufthansa-Cityline und Sun-Express Warnstreiks geben. Betroffen sein dürften rund 300 Abflüge, besonders viele in Düsseldorf, wo Eurowings einen zentralen Standort hat.

Am Flughafen Hannover wären der Lufthansa-Cityline-Flug nach Frankfurt (6.35 Uhr), der Eurowings-Flug nach Mallorca (6.10 Uhr), der Sun-Express-Flug nach Heraklion (9.30) und möglicherweise noch ein Eurowings-Flug nach Cagliari (Sardinien), der um 11.05 Uhr starten soll, betroffen. Eine Flughafen-Sprecherin konnte am Freitagabend noch keine Details zu etwaigen Verspätungen mitteilen und verwies auf die Fluglinien: „Wir stellen die Infrastruktur für Abflug und Ankunft, den Rest machen die Fluggesellschaften.“

Eurowings will volles Flugprogramm aufrechterhalten

Eurowings-Sprecher Florian Gränzdörffer nannte die angekündigten Streiks rechtswidrig. Man werde notfalls Schadenersatzansprüche gegen Ufo geltend machen. Man gehe davon aus, dass während des Streiks das volle Flugprogramm aufrechterhalten werden könne. Die Kunden sollten sich im Internet über ihren Flug informieren.

Daniel Flohr, stellvertretender Ufo-Chef, geißelte die „Einschüchterungsversuche der Arbeitgeber“. Seit Monaten tobt ein Streit zwischen dem Lufthansa-Konzern und der Gewerkschaft. Lufthansa will Ufo die Tariffähigkeit aberkennen lassen. Flohr wirft dem Unternehmen vor, Ufo zugunsten der Konkurrenz Verdi abservieren zu wollen.

Flugbegleiter fordern 1,8 Prozent mehr Gehalt

Die Flugbegleiter fordern seit Monaten eine Gehaltserhöhung von 1,8 Prozent und eine tarifliche Altersversorgung. Am Freitagnachmittag überraschte Lufthansa mit dem Angebot, freiwillig 2 Prozent mehr Gehalt zu zahlen. Daraufhin sagte Ufo den Warnstreik gegen Lufthansa ab. Das Angebot von Lufthansa sei ein Coup gewesen, um die Streikbereitschaft zu unterwandern, sagte Flohr, stellvertretender Ufo-Vorsitzender. Letztendlich gehe es aber nicht um Schachzüge, sondern um die Lösung drängender Tarifthemen. „Die Kabine hat Druck gemacht und der Arbeitgeber lenkt endlich ein“, sagte Flohr.

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