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Wirtschaft TUI verzeichnet sinkenden Umsatz
Nachrichten Wirtschaft TUI verzeichnet sinkenden Umsatz
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17:48 11.05.2009
Die TUI kämpft mit einem schlechten Ergebnis.
Die TUI kämpft mit einem schlechten Ergebnis. Quelle: Archiv
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Der Buchgewinn von knapp einer Milliarde Euro aus dem Teilverkauf der Reederei Hapag-Lloyd verhalf unterm Strich allerdings zu einem Nettogewinn, wie das Unternehmen am Montag in Hannover mitteilte. Für das Gesamtjahr rechnet TUI wegen dieses Sondereffekts ebenfalls weiter mit einem Gewinn. Das Reisegeschäft entwickelt sich indes zwar schwächer als im Vorjahr, allerdings war das erwartet worden.

Der Vorsteuerverlust habe sich von Januar bis März gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 462 Millionen Euro ausgeweitet, teilte der Konzern mit. Zudem seien die Umsätze um 15 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Wegen des Buchgewinns aus dem Teilverkauf der Containerschifffahrtssparte Hapag-Lloyd stand unter dem Strich allerdings ein Gewinn von 415 Millionen Euro nach einem Minus von 279 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

TUI sprach von einem operativen Geschäft „im Rahmen der Erwartungen“. Als Ursachen für die Rückgänge wurden das Ostergeschäft genannt, das in diesem Jahr in das zweite Quartal fiel, Kapazitätskürzungen im Tourismusbereich sowie Einbrüche in der Schifffahrt infolge der Weltwirtschaftskrise. Das Tourismusgeschäft habe zudem unter den politischen Unruhen in Thailand, Madagaskar und auf den französischen Antillen gelitten.

Gleichzeitig bekräftigte TUI den Ausblick für das Gesamtjahr. Es werde 2009 weiter ein positives Konzernergebnis erwartet. Dieses soll sogar „deutlich“ über dem Vorjahresniveau liegen. Begründet wird diese Einschätzung mit dem Sondererlös aus dem Hapag-Lloyd-Teilverkauf und einem stabilen Geschäft in der Touristik. Die Urlaubsbuchungen für das Sommergeschäft seien „robust“, auch wenn das Niveau unter dem des Vorjahres bleiben werde, hieß es.

Über die genaue Verwendung des Hapag-Lloyd-Erlöses hat die Konzernführung bislang nicht entschieden, wie Finanzvorstand Rainer Feuerhake sagte. Neben einer angemessenen Ausschüttung für die Aktionäre soll das touristische Geschäft ausgebaut werden. Hierfür gebe es einige Möglichkeiten, sagte er. Gegenwärtig halte TUI das Geld aber lieber zusammen, um jederzeit liquide zu bleiben.
Nach Ansicht von Analysten der WestLB entsprachen die Zahlen den Erwartungen. Wegen des deutlichen Kursanstiegs der Aktie in den vergangenen Wochen werde die Kaufempfehlung für das Papier allerdings zurückgenommen. Anderen Beobachtern zufolge blieben die Zahlen hingegen unter den Erwartungen. „Die Zahlen sind nicht dazu angetan, die Aktie weiter zu stützen“, hieß es. Die im MDAX geführte TUI-Aktie verlor bis zum Nachmittag 7,4 Prozent auf 7,45 Euro.

ddp