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Wirtschaft Staatsanwaltschaft durchsucht Wohnung von Telekom-Chef Obermann
Nachrichten Wirtschaft Staatsanwaltschaft durchsucht Wohnung von Telekom-Chef Obermann
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20:22 13.09.2010
Telekom-Chef René Obermann
Telekom-Chef René Obermann Quelle: dpa
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Die Wohnung vonTelekom-Chef René Obermann ist von der Bonner Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Nach dpa- Informationen aus Unternehmenskreisen sind bereits am 31. August bei mehreren Personen Durchsuchungen durchgeführt worden, teils in Büros, teils in Privaträumen - darunter auch bei Obermann. Darüber hatte zuvor auch die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Die Telekom wies am Montag darauf hin, sie habe bereits am 3. September berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Bonn im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens aus den USA bei dem Konzern ermittelte. Es gehe dabei um Vorwürfe gegen die ungarische Magyar Telekom aus dem Jahr 2005. Diese soll der „Wirtschaftswoche“ zufolge angeblich Schmiergelder in Millionenhöhe an Regierungsbeamte gezahlt haben, um bei der Regulierung des Marktes und bei der Vergabe von Mobilfunklizenzen Vorteile zu bekommen.

Obermann bezeichnete laut einer Telekom-Mitteilung vom Montagabend den im Magazinbericht genannnten Vorwurf der Bestechung als haltlos. Dies werde sich in Kürze zeigen. „Die Telekom arbeitet seit fünf Jahren mit den Ermittlern zusammen. Das aktuelle Vorgehen der Behörden ist der Deutschen Telekom unklar“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Ein Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft wollte sich zu den Durchsuchungen nicht näher äußern. Er bestätigte lediglich, dass es am 31. August Ermittlungen gegeben habe. „Weder zu Personen noch zu Inhalten sage ich etwas.“

Die ZDF-Journalistin Maybrit Illner wird wegen einer Hausdurchsuchung bei ihrem Ehemann René Obermann das „heute journal“ am Montagabend nicht moderieren. Das bestätigte ZDF-Pressesprecher Alexander Stock der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage: „Sie hat selber vorgeschlagen, heute nicht zu moderieren. Sie will vermeiden, dass auch nur der Anschein entsteht, dass Art und Umfang der Berichterstattung mit ihrer persönlichen Situation zu tun haben könnten.“ Illner selbst hatte zuvor eine Stellungnahme abgelehnt.

dpa/afp

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