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Wirtschaft Spekulationen um Aufsichtsratschef Piëch
Nachrichten Wirtschaft Spekulationen um Aufsichtsratschef Piëch
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14:32 19.04.2015
Die Diskussion um VW-Chef Martin Winterkorn ist vorbei, nun ist Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ins Gerede gekommen. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Volkswagen-Aufsichtsrat Berthold Huber hat Spekulationen über ein Rücktritts-Szenario für VW-Chefkontrolleur Ferdinand Piëch als substanzlos zurückgewiesen. "Zur aktuellen Diskussion stelle ich klar: Es gibt keinen Grund, den Rücktritt von Dr. Piëch zu betreiben. Die Arbeitnehmer haben zum wiederholten Male erklärt, dass wir die Kombination zweier starker Persönlichkeiten an der Spitze von Volkswagen schätzen", sagte Huber am Sonntag. Er betonte: "Wir haben die feste Absicht, mit Dr. Piëch und Dr. Winterkorn den erfolgreichen Weg von Volkswagen auch in Zukunft fortzusetzen."

Auch das Land Niedersachsen als Großaktionär trat Spekulationen um die Zukunft Piëchs entgegen. "Ministerpräsident Stephan Weil hat stets betont, dass er die erfolgreiche Zusammenarbeit sowohl mit dem Vorstandsvorsitzenden des VW-Konzerns als auch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden fortsetzen will. An dieser Haltung hat sich nichts geändert", teilte Regierungssprecherin Anke Pörksen mit. Ähnlich hatte sich der VW-Aufsichtsrats-Vize und Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh bereits am Freitag geäußert.

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Huber ist als früherer Chef der Gewerkschaft IG Metall amtierender Vize-Vorsitzender im Aufsichtsrats-Präsidium des Autobauers. Dieses sechsköpfige Gremium bildet den Kern der Volkswagen-Kontrolleure und hatte mit einer Erklärung am Freitag einen Machtpoker um die Zukunft von Konzernboss Martin Winterkorn entschärft. Das Präsidium sprach Winterkorn sein Vertrauen aus und kündigte an, sich sogar für eine Vertragsverlängerung für den 67-Jährigen starkzumachen, dessen Kontrakt Ende nächsten Jahres ausläuft.

Mehrere Medien werten die in Aussicht gestellte Vertragsverlängerung für Winterkorn als krachende Niederlage für Piëch. Sie spekulieren, dass sich der Patriarch damit nun nicht bis 2017 auf dem Chefkontrolleursposten halten könne. Auch Spekulationen um seinen Gesundheitszustand machen die Runde.

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