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Wirtschaft Röttgen: Offshore-Windparks mit Bundesbürgschaften absichern
Nachrichten Wirtschaft Röttgen: Offshore-Windparks mit Bundesbürgschaften absichern
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17:14 26.07.2010
Der Offshore-Windpark „Alpha Ventus“ rund 45 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum (Kreis Leer).
Der Offshore-Windpark „Alpha Ventus“ rund 45 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum (Kreis Leer). Quelle: dpa
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Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Milliarden-Investitionen in Offshore-Windparks durch Bundesbürgschaften absichern lassen. Nur so könne die von Anlagenherstellern, Parkbetreibern und Banken geforderte Planungssicherheit geschaffen werden, sagte Röttgen am Montag bei Gesprächen mit Branchenvertretern in Bremerhaven und Cuxhaven. Zugleich will Röttgen eine „Entscheider-Konferenz“ einberufen, um die Netzanbindung der geplanten Windparks vor der deutschen Küste klären zu lassen. Beide Themen seien derzeit die größten Hemmnisse auf dem Weg zum Ausbau der für Deutschland unverzichtbaren Windkraftnutzung.

Der Nutzung erneuerbarer Energien steht laut Röttgen im Mittelpunkt eines Energiekonzeptes, das die Bundesregierung im September verabschieden soll. Die jetzige Nutzung von „endlichen Ressourcen“ wie Öl, Kohle oder Uran „führt in eine Sackgasse und ist mit der wachsenden Gefahr gigantischer Umweltkatastrophen verbunden“, warnte Röttgen.

In der Nutzung der Windkraft stecke eine „große industriepolitische Chance für Deutschland, sagte der Minister bei seiner Sommerreise zu mehreren Anlagenherstellern in Bremerhaven und Cuxhaven. Wie früher bei anderen Technologien sei Deutschland derzeit bei der Entwicklung der Windkraftnutzung weltweit führend, betonte der Bundesumweltminister: „Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir bei der Vermarktung nicht wieder in die Fehler der Vergangenheit verfallen.“

Aufgabe der Bundesregierung sei es nun, den ordnungspolitischen Rahmen für die Nutzung der Windkraft auf hoher See vor der deutschen Küste zu schaffen, sagte Röttgen. Sein Ziel sei es, dass bis Ende kommenden Jahres der Bau von mindestens zehn kommerziellen Offshore-Windparks begonnen habe.

Der CDU-Politiker betonte zugleich, an dem von allen Parteien gewollten Ende der Atomkraftnutzung festhalten zu wollen, schloss aber eine Laufzeitverlängerung nicht aus. Konventionelle Energieerzeugung könne nur eine zeitlich begrenzte Brückentechnologie sein, bis Windkraftwerke auf Land und vor der Küste Strom im erforderlichen Umfang lieferten.

dpa

26.07.2010
26.07.2010