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Wirtschaft Kommentar: Aufschwung auf Pump
Nachrichten Wirtschaft Kommentar: Aufschwung auf Pump
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19:47 14.11.2019
Endpunkt Schuldnerberatung. Quelle: dpa
Hannover

Dass die deutsche Wirtschaft in diesem Sommer noch einmal der befürchteten Rezession entkommen konnte, ist vor allem den Konsumenten geschuldet. Obwohl sich die Stimmung in vielen Branchen zuletzt deutlich verschlechtert hat und die Industrieproduktion vielerorts bereits schrumpft, sehen die Verbraucher zum Sparen offenbar noch keinen Grund: Das Mini-Wachstum von 0,1 Prozent im dritten Quartal geht nach Auskunft der Statistiker vor allem auf ihre Kosten – und wenn man der Analyse der Auskunftei Creditreform Glauben schenkt: sogar in des Wortes doppelter Bedeutung.

Nach einem Jahrzehnt fortwährenden Aufschwungs haben die Verbraucher doch noch die von Konjunkturforschern immer wieder beklagte Zurückhaltung beim Einkauf aufgegeben. Angesichts steigender Löhne und einer sinkenden Arbeitslosenquote ist sogar die Bereitschaft gewachsen, die Konsumwünsche auf Pump zu finanzieren. Solange die Schuldner ihre Rechnungen noch einigermaßen begleichen können, spricht man von einer „weichen“ Überschuldung. Dass diese zuletzt stark zugenommen hat, beunruhigt die Experten aus gutem Grund – denn der Übergang zur „harten“ Variante ist fließend.

Auch, dass immer mehr Senioren in diesen Strudel geraten, gibt Grund zur Besorgnis. Noch hält sich die absolute Zahl der Betroffenen in Grenzen, der Trend jedoch scheint eindeutig: Noch ist das Risiko der Überschuldung bei alleinerziehenden Frauen am höchsten, für die Gruppe der über Siebzigjährigen wiederum sind die Perspektiven besonders schlecht – aus eigener Kraft werden sie sich kaum von Schulden befreien können.

Von Jens Heitmann

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