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Wirtschaft Polizei verhindert CeBIT-Demo bei Hewlett-Packard
Nachrichten Wirtschaft Polizei verhindert CeBIT-Demo bei Hewlett-Packard
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15:26 07.03.2013
Foto: Die IT-Firma HP will ihren Standort in Rüsselsheim schließen. In Hannover wollten Mitarbeiter dagegen demonstrieren.
Die IT-Firma HP will ihren Standort in Rüsselsheim schließen. In Hannover wollten Mitarbeiter dagegen demonstrieren. Quelle: Dröse
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Eigentlich dient die CeBIT als Leistungsschau, auf der sich die IT-Branche feiert. Dazu passen Demonstrationen eher nicht. Die Hewlett-Packard-Mitarbeiter wollten wohl gerade die Aufmerksamkeit auf der weltgrößten Computermesse nutzen und versuchten, auf das Messegelände zu gelangen, um vor dem HP-Messestand gegen den geplanten Stellenabbau zu demonstrieren. „Obwohl wir die Aktion streng geheim gehalten haben, hat uns die Polizei aber schon auf dem Messeschnellweg abgefangen“, sagt Martin Sperber-Tertsunen von der IG-Metall. Die zwei Busse wurden anschließend von der Polizei zum CeBIT-Gelände geleitet, wo die Mitarbeiter unter Aufsicht vor dem Haupteingang demonstrieren durften.

Anfang Februar hatte Hewlett-Packard bekannt gegeben, dass der Standort Rüsselsheim geschlossen werden soll, 850 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. „Ich werde 58 Jahre alt und habe zwei Kinder, die studieren wollen“, sagt der HP-Projektmanager Herbert Krämer. Er befürchtet, nach seiner Entlassung keinen Job mehr zu finden. „Ich sehe nur die Chance, dass ich bis zur Rente in ein Notprogramm wechseln kann.“

Von Anne Grüneberg