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Wirtschaft Nord/LB schreibt Verlust im ersten Quartal
Nachrichten Wirtschaft Nord/LB schreibt Verlust im ersten Quartal
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11:34 27.05.2020
Die Landesbank hat ihre Geschäftszahlen vorgestellt. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

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Die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) hat das erste Quartal in den roten Zahlen abgeschlossen. Gründe sind unter anderem die gezahlten Vergütungen für Garantien nach der staatlichen Rettung des Instituts sowie veränderte Bewertungen wegen der Corona-Krise.

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Unterm Strich schrieb die Bank von Januar bis Ende März 71 Millionen Euro Verlust, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 54 Millionen Euro in den Büchern gestanden hatte. Dies teilte die Nord/LB am Mittwoch in Hannover mit. Sie richtet sich für die kommenden Monate auf zusätzliche Belastungen durch die Pandemie-Folgen ein.

Man habe bereits einige Neubewertungen vornehmen müssen, berichtete Vorstandschef Thomas Bürkle. Ansonsten habe sich die Viruskrise „noch nicht in unseren Zahlen niedergeschlagen“ - sie werde im weiteren Verlauf aber wohl „erhebliche negative Ergebniswirkungen“ haben.

Die Nord/LB bearbeitete mit den Sparkassen bisher über 2200 Anträge auf staatliche Krisendarlehen im Gesamtwert von 1,6 Milliarden Euro. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers erklärte, die öffentliche Stützung der Bank sei auch deshalb richtig gewesen: „Die Nord/LB trägt maßgeblich dazu bei, die massiven negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf unsere Wirtschaft abzufedern.“

Konzernumbau soll Nord/LB risikoärmer machen

Das Institut war mit der Finanzierung von Schiffen in Schieflage geraten und Ende 2019 von den Ländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie der Sparkassen-Gruppe gerettet worden. Insgesamt schossen die Träger 3,6 Milliarden Euro zu. Für entsprechende Garantien fallen jedoch auch Gebühren an – das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft sackte so von 34 Millionen auf minus 19 Millionen Euro ab. Dagegen konnte der Zinsüberschuss trotz andauernder Niedrigzinsphase von 258 Millionen auf 271 Millionen Euro zulegen.

Ein weiterer Kostenfaktor war im ersten Jahresviertel der laufende Konzernumbau, der die Nord/LB stark verschlankt und risikoärmer machen soll. Dabei wurden die Verwaltungskosten um rund ein Zehntel auf 239 Millionen Euro gesenkt. Die Bank will die Zahl ihrer Mitarbeiter bis Ende 2023 auf 2800 fast halbieren. Ziel ist es laut Bürkle, den Abbau „vollständig mit freiwilligen Maßnahmen“ umzusetzen. Insgesamt dürften sich die Umbaukosten in diesem Jahr noch deutlich erhöhen.

 

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Von RND/lni