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Wirtschaft Niedersächsische Wirtschaft erwartet zwei Prozent Wachstum
Nachrichten Wirtschaft Niedersächsische Wirtschaft erwartet zwei Prozent Wachstum
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14:19 19.01.2010
Die niedersächsischen Unternehmen hoffen in diesem Jahr auf zwei Prozent Wachstum.
Die niedersächsischen Unternehmen hoffen in diesem Jahr auf zwei Prozent Wachstum. Quelle: lni/Archiv
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Der Aufschwung nach dem tiefen Niedergang durch die Wirtschaftskrise werde zwar nicht mehr so rasant sein wie in den letzten drei Quartalen 2009, aber dennoch seien die niedersächsischen Unternehmen optimistisch. Das ergab eine Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) bei 1700 Unternehmen. „Normalniveau“ sei jedoch noch nicht erreicht und die Entwicklung in den Branchen verschieden. Die Chemie etwa melde einen kräftigen Aufwärtstrend, der Maschinenbau hinke hinterher. Auch auf dem Bau sehe es weiter schlecht aus.

Der niedersächsische Konjunkturklimaindex habe mit einem Anstieg auf 99 Punkte zum Jahreswechsel wieder Tuchfühlung mit dem Fünfjahresdurchschnitt von 104 Punkten aufgenommen. Der Index spiegelt sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen der Wirtschaft wider. Der Wert war Anfang 2009 im Zuge der Wirtschaftskrise auf 69 abgerutscht. Der Spitzenwert der vergangenen zehn Jahre lag bei 126 Punkten.

„Wir haben den Verlust an Wachstum noch nicht ausgebügelt, aber wir kommen dem näher, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, Wilfried Prewo. Dabei sei Niedersachsen angesichts des weltweiten dramatischen Einbruchs der Wirtschaft noch glimpflich davongekommen, auch wegen relativ geringerer Exportabhängigkeit.

Fast jedes vierte Unternehmen in Niedersachsen melde derzeit eine gute Geschäftslage, nach 19 Prozent im Vorquartal. Die Negativmeldungen seien in der Umfrage um zehn Prozentpunkte auf 23 Prozent zurückgegangen. Auch die Auftragseingänge hätten sich verbessert, obwohl 48 Prozent der Unternehmen weiterhin über zu wenige Bestellungen klagten. Mit umfangreichen Entlassungen werde nicht gerechnet. Es gebe schon wieder die ersten Einstellungen - allerdings vor allem Zeitarbeiter.

Bedingung für eine starke und umfassende Konjunkturbelebung sei aber die ausreichende Versorgung der Wirtschaft mit Krediten, sagte Prewo. Nach den Ergebnissen der Umfrage könne in Niedersachsen zwar nicht von einer Kreditklemme gesprochen werden. Nur in Einzelfällen (zwei Prozent) seien Kredite nicht verlängert oder abgelehnt worden. Weiter verbreitet seien aber Probleme mit Vorfinanzierungen und bei langfristigen Projekten wie im Bausektor. Über die Hälfte der Befragten berichteten zudem über erhöhte Zinsen und verschärfte Anforderungen an Sicherheiten.

lni