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Wirtschaft Weniger Verträge – höhere Darlehen
Nachrichten Wirtschaft Weniger Verträge – höhere Darlehen
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14:46 18.02.2019
LBS Nord Gebäude in Bemerode (Foto: Insa Cathérine Hagemann)
LBS Nord Gebäude in Bemerode (Foto: Insa Cathérine Hagemann) Quelle: Insa Cathérine Hagemann
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Hannover

Die Einführung neuer Tarife mit niedrigeren Darlehenszinsen hat sich nach Einschätzung der Landesbausparkasse Berlin-Hannover (LBS Nord) bewährt. Zwar sei die Zahl der neu abgeschlossenen Bausparverträge im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 76.500 gesunken, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dafür sei aber die Baussparsumme um 9 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro gestiegen – das sei der höchste Zuwachs seit mehr als einem Jahrzehnt.

Bei der LBS Nord sind seit dem Sommer Finanzierungen ab einem Zinssatz von 0,99 Prozent möglich. „Damit richten wir uns an unsere Kernzielgruppe Modernisierer und Finanzierer“, sagte Vorstandschef Rüdiger Kamp. „Diese Kunden wollen sich das derzeit niedrige Zinsniveau langfristig sichern.“ Die durchschnittliche Bausparsumme bei den Neuabschlüssen seit 2018 um 26,5 Prozent auf 47.107 Euro gestiegen.

Damit der Traum vom Wohneigentum nicht am Mangel an Eigenkapital scheitert, fordert die LBS Nord weitere Hilfen vom Gesetzgeber. Das wieder eingeführte Baukindergeld sorge bereits für eine Entlastung, sagte Kamp. Allein in Niedersachsen könnten sich dadurch Berechnungen zufolge 6000 junge Familien zusätzlich eigene vier Wände leisten. Nun gelte es, wie im Koalitionsvertrag von Union und SPD vorgesehen, weitere Erleichterungen zu schaffen.

In ihrem Kreditgeschäft sieht die LBS Nord noch Steigerungspotenzial. Im vergangenen Jahr wurden mit Kunden insgesamt Darlehen in Höhe von rund 734 Millionen Euro abgeschlossen – das war ein Plus von 2,4 Prozent. Das Betriebsergebnis der LBS Nord schrumpfte deutlich von 7,8 auf 3,2 Millionen Euro – das entspreche aber dem Plan, sagte Kamp. Grund für das Minus seien zum einen höhere Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen, zum andere habe man das Eigenkapital weiter gestärkt: „Wir sind damit krisenfest aufgestellt.“

Von Jens Heitmann