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Wirtschaft Kein Bundesland baut so viele Erdbeeren an wie Niedersachsen
Nachrichten Wirtschaft Kein Bundesland baut so viele Erdbeeren an wie Niedersachsen
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22:46 12.05.2013
Foto: Die erste Früchtchen sind schon reif: In Niedersachsen hat die Erdbeersaison begonnen.
Die erste Früchtchen sind schon reif: In Niedersachsen hat die Erdbeersaison begonnen.
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Hannover

Danach folgen Nordrhein-Westfalen mit jährlich 31.000 Tonnen Erdbeeren und Baden-Württemberg mit 29.000 Tonnen. Erntezeit ist von Ende April bis Anfang September. Zeit für eine Warenkunde.

Kauf: Mittlerweile verkauft der Handel schon im Winter importierte Erdbeeren aus Ländern wie Spanien oder Marokko. Doch die sind meist unter Folie in riesigen Monokulturen gereift – und auch häufig mit Pestiziden belastet. Deshalb lohnt es sich, weiterhin auf die deutschen Erdbeeren zu warten. Da die roten Früchte nicht nachreifen, sollte man beim Kauf darauf achten, dass die Erdbeeren gleichmäßig rot, glänzend und fest sind.

Dabei muss es nicht immer ein tiefes Rot sei, auch Erdbeeren mit einem intensiven Orange können hervorragend schmecken, denn die Farbe variiert je nach Erdbeersorte. Wichtig ist dagegen die Farbverteilung – vor allem der Bereich um den Stiel sollte gut gefärbt sein. Wenn die Erdbeere um den Stiel herum noch weiß ist, wurden sie unreif geerntet. Reife Erdbeeren erkennt man außerdem daran, dass sich der Stiel und die Kelchblätter ganz leicht herausziehen lassen.

Lagerung: Erdbeeren verlieren einen Teil ihres Aromas schon wenige Stunden nach der Ernte. Deshalb isst man sie am besten ganz frisch. Wenn das nicht möglich ist, halten sie sich aber auch noch ein paar Tage im Kühlschrank, am längsten bleiben sie ungewaschen und abgedeckt frisch. Vorsicht mit Druckstellen, beschädigte Erdbeeren faulen besonders schnell.

Zubereitung: Erdbeeren sind sehr empfindlich, deshalb wäscht man sie am besten in einer Schale mit Wasser, statt unter einem harten Wasserstrahl. Die grünen Kelchblätter werden erst nach dem Waschen abgezupft, sonst werden die Erdbeeren wässrig. Der Stielansatz lässt sich mit einem kleinen Messer entfernen.

Gesundheit: Erdbeeren haben wenig Kalorien und viel Vitamin C, das macht sie so gesund. Eine Portion der roten Früchte (150 Gramm) deckt den Tagesbedarf an Vitamin C zu 93 Prozent. Damit übertrumpfen Erdbeeren sogar Zitrusfrüchte wie Zitronen und Orangen. Vitamin C ist wichtig für ein starkes Immunsystem, außerdem benötigt es der Körper für zahlreiche Stoffwechselvorgänge – zum Beispiel, um Bindegewebe neu aufzubauen. Der hohe Kalziumgehalt von Erdbeeren schützt außerdem die Knochen vor Osteoporose.

Sorten: Insgesamt gibt es rund 1000 Erdbeersorten, aber nur einige wenige dominieren den Handel. Zu den Spitzenreitern gehört Elsanta, die Erdbeersorte wird im Supermarkt am häufigsten verkauft. Der Grund: die Pflanze ist sehr ertragreich und ihre Früchte sind besonders lange haltbar. Die Sorte Darselect gehört zu den frühreifen – ihre Erdbeeren sind als eine der ersten im Handel zu bekommen. Die Früchte sind hellrot, groß und fest. Die Erdbeersorte Mieze Schindler ist dagegen etwas für Liebhaber. Sie ist kleiner als andere Arten, besonders süß und aromatisch. Allerdings ist die Frucht so weich, dass sie kaum den Weg vom Beet auf den Tisch übersteht – die Sorte eignet sich deshalb fast ausschließlich für den Anbau im heimischen Garten.

Anbau: Sämlinge pikiert man im Spätherbst in Abständen von etwa drei Zentimetern in Schalen mit Erde. Nach der Überwinterung im Frühbeet oder im kühlen Gewächshaus werden die Pflänzchen im Abstand von 30 cm ins Freie gesetzt. Die Erde sollte dauerhaft feucht sein und nach der Ernte mit gut verrottetem Gartenkompost gedüngt werden.

Anne Grüneberg