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Wirtschaft K+S plant neue Struktur
Nachrichten Wirtschaft K+S plant neue Struktur
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21:59 09.10.2017
Quelle: dpa/Symbolbild
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Kassel

Statt der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz sollen die vier Kundensegmente Agrar, Industrie, Konsumenten und Kommunen im Fokus stehen.

„Danach beginnt Phase zwei mit einer klaren Ausrichtung auf Wachstum“, sagte der Vorstandsvorsitzende Burkhard Lohr am Montag in Kassel. Diese sieht unter anderem bis zum Jahr 2030 eine Kapitalrendite von mindestens 15 Prozent vor. Um dieses Ziel zu erreichen, will Lohr unter anderem von Ende 2020 an mindestens 150 Millionen Euro pro Jahr durch „Hebung von Synergien“ einsparen. Einen Stellenabbau schloss Lohr zwar nicht aus - doch es gehe darum, die Produktion zu sichern, statt Arbeitsplätze zu streichen, sagte er.

Wachsen soll K+S unter anderem durch einen Ausbau des Angebots bei den Düngemittel-Spezialprodukten, der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wie dem Aufbau einer Handelsplattform in Afrika und der Ausweitung des Geschäfts in Asien. Auch mit Kali will der Konzern weiter erfolgreich sein. Lohr verwies auf das neue Werk in Kanada, dass die Produktion aufgenommen habe.

Damit setzt K+S weiterhin auch auf das Geschäft mit Kali und Salz. Marktbeobachter hatten zuvor spekuliert, dass sich das Unternehmen von seiner Salz-Sparte trennen und es womöglich an die Börse bringen könnte. K+S gab jedoch ein „klares Bekenntnis“ zu beiden Rohstoffen sowie zu den deutschen und internationalen Produktionsstandorten ab.

Zum Werk Sigmundshall bei Wunstorf mit seinen 770 Beschäftigten gebe es keine neuen Pläne, erklärte K+S. Für 2018/2019 plane man dort unverändert mit einer Produktion. „Abhängig von der Entwicklung der marktseitigen, wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen wird die Planung bei Bedarf den Erfordernissen angepasst“, hieß es. Früheren Angaben zufolge könnte 2020/2021 die Produktion in Sigmundshall zu Ende gehen, weil die nutzbaren Kalivorkommen erschöpft sind.