Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft In der Autobranche stehen die Zeichen wieder auf Wachstum
Nachrichten Wirtschaft In der Autobranche stehen die Zeichen wieder auf Wachstum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 30.09.2010
Auf dem Pariser Autosalon präsentiert Kia seine Elektro-Autostudie "Pop".
Auf dem Pariser Autosalon präsentiert Kia seine Elektro-Autostudie "Pop". Quelle: dpa
Anzeige

Die weltweite Autobranche zeigt sich zum Start des Pariser Autosalons in Feierlaune. Die Hersteller haben nach der schweren Branchenkrise schneller wieder Fahrt aufgenommen als erwartet und rechnen mit einer glänzenden Zukunft. Ob Volkswagen, BMW oder Daimler - die Zeichen stehen vor allem Dank der kräftigen Nachfrage aus Asien auf Wachstum.

So gab VW für die ersten neun Monaten einen neuen Absatzrekord bekannt. „Der Volkswagen-Konzern wird von Januar bis September 2010 erstmals deutlich über fünf Millionen Fahrzeuge weltweit ausliefern“, sagte VW-Chef Martin Winterkorn in Paris. Damit habe sich der Konzern mit seinen bald zehn Marken besser entwickelt als der Weltmarkt.

Bis einschließlich August hatte VW 4,7 Millionen Wagen verkauft und damit den Absatz um mehr als 13 Prozent gesteigert. Die Wolfsburger kommen damit ihrem Ziel, Toyota als weltgrößten Hersteller bis 2018 abzulösen einen großen Schritt näher. „Derzeit sind wir etwas schneller unterwegs als ursprünglich geplant“, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler.

Die gejagten Japaner blicken dagegen verhalten zuversichtlich in die Zukunft. Von der Zeit vor der Wirtschaftskrise ist die Branche nach Einschätzung von Toyota-Europa-Chef Didier Leroy noch ein gutes Stück weit entfernt. „Die Welt hat sich verändert seit 2008. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hatte einen starken Einfluss auf die Automobilindustrie“, sagte der Franzose. „Und wir erwarten, dass es einige weitere Jahre dauern wird, bis sich der Markt wieder völlig erholt.“ 2011 wolle man mehr Autos als in diesem Jahr verkaufen - allerdings gehe man für Westeuropa davon aus, dass sich der Markt leicht abwärts entwickeln werde, bevor er sich von 2012 an erhole.

BMW bekräftigte unterdessen sein Absatzziel für 2010. „Weltweit wollen wir bis Ende des Jahres mehr als 1,4 Millionen Fahrzeuge ausliefern - zehn Prozent mehr als 2009“, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson. Ziel sei es, auch in diesem Jahr beim Absatz die Nummer 1 der Premiumhersteller zu werden. „Der September entwickelt sich positiv und beschert uns erneut Wachstum im zweistelligen Prozentbereich.“ Bis Ende August sei der weltweite Absatz bei BMW, Mini und Rolls-Royce im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent auf mehr als 920 000 Fahrzeuge gestiegen.

Auch bei Daimler geht es wieder steil bergauf. „Wir erwarten für diesen September das beste Septemberergebnis der Geschichte“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche mit Blick auf die Kernmarke Mercedes- Benz. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung.“ Die Stuttgarter waren von der Krise besonders hart getroffen worden und hatten 2009 konzernweit einen Milliarden-Verlust verbuchen müssen.

dpa