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Wirtschaft IHK Hannover mit besserem Finanzergebnis
Nachrichten Wirtschaft IHK Hannover mit besserem Finanzergebnis
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13:00 26.05.2010
Von Dirk Stelzl
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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover hat im vergangenen Jahr ihre Verluste bei ihren Finanzanlagen wieder wettgemacht und dadurch einen höheren Gewinn erzielt. Ihr Jahresergebnis stieg von 1,9 auf 3,8 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht der Kammer hervorgeht. Das Finanzergebnis betrug 1,24 Millionen Euro – nach einem Minus von 2,75 Millionen Euro im Jahr 2008. Das Betriebsergebnis ging allerdings von 4,7 auf 2,59 Millionen Euro zurück.

Im Vorjahr hatte die IHK unter den schwachen Kapitalmärkten gelitten und bei den Finanzanlagen vorsorglich beträchtliche Wertberichtigungen vorgenommen. Seitdem hätten sich die Finanzanlagen wieder positiv entwickelt, sagte ein IHK-Sprecher am Dienstag. Die Kammer verfügt über Finanzanlagen von rund 59 Millionen Euro. Ein großer Teil wurde den Angaben zufolge – neben Festgeldanlagen – in gemischte Fonds mit Rentenpapieren und Aktien investiert.

Die Betriebserträge der IHK lagen 2009 bei 24,76 Millionen Euro. Etwa 13 (Vorjahr: 13,86) Millionen Euro stammten aus Beiträgen. Hinzu kamen Gebühren beispielsweise für Leistungen bei der Berufsbildung, Entgelte etwa für Seminare oder Beratungsleistungen sowie sonstige betriebliche Erträge.

Die Hannoveraner verlangen nach eigenen Angaben die niedrigsten Pflichtbeiträge aller Industrie- und Handelskammern in Deutschland. Der Umlagesatz wurde im Jahr 2008 auf 0,065 Prozent des Gewerbeertrages gesenkt und bleibt auch in diesem Jahr auf dieser Höhe.

Der Anteil der Gebühren und Entgelte an den gesamten Einnahmen ist dagegen etwas höher als bei manch anderer IHK. Doch auch bei den Gebühren könne man sich im Bundesvergleich sehen lassen, betonte die IHK.

Im vergangenen Jahr erstattete sie ihren Mitgliedsunternehmen 1,26 Millionen Euro zurück, da die Beitragseinnahmen höher ausfielen als bei der Budgetplanung als „Bedarf“ veranschlagt worden war. Trotz der Wirtschaftskrise, die bei vielen Firmen zu Umsatz- und Gewinneinbußen geführt hat, rechnet die Kammer für dieses Jahr noch mit leicht steigenden Beiträgen. Dies liegt daran, dass sie noch auf Gewerbeerträgen zurückliegender Jahre basieren – also der Zeit vor der Rezession.

Auch für 2010 werde man voraussichtlich einen Teil der Beiträge zurückzahlen, hieß es. Die IHK Hannover nimmt an, dass sich die Wirtschaftskrise erst zwischen 2011 und 2013 negativ bei der Entwicklung der Beitragseinnahmen bemerkbar machen werde.Vermutlich werde die „Beitragsrückgewähr“ dann vorübergehend ausgesetzt.

Die Aufwendungen der Kammer erhöhten sich im vorigen Jahr von 20,3 auf 22,17 Millionen Euro. Unter anderem legten die Personalkosten zu – von 11,65 auf 12,93 Millionen Euro.