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Wirtschaft IAA startet mit gedämpfter Stimmung
Nachrichten Wirtschaft IAA startet mit gedämpfter Stimmung
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14:16 18.09.2012
Von Lars Ruzic
Auf der Bühne: Der Amarok.
Auf der Bühne: Der Amarok. Quelle: Droese
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Hannover

Das Center Automotive Research (CAR) rechnet für dieses Jahr mit einem weltweiten Minus von 3 Prozent und 2013 mit einem weiteren Rückgang. „Damit wird die Jubelstimmung in Hannover gebremst ausfallen“, sagte CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer.

Auch in Deutschland war die Branche zuletzt im Rückwärtsgang. Das Minus fiel mit 2 Prozent bis einschließlich Juli aber weitaus geringer aus als etwa in den Ländern Südeuropas. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will der Branche am Donnerstag, wenn die Messe ihre Tore für jedermann öffnet, zumindest für den deutschen Markt ein kleines Absatzförderprogramm vorstellen. Fahrzeuge mit besonders geringem Schadstoffausstoß sollen bei der Lkw-Maut künftig günstiger davonkommen.

Ramsauer stellte bereits reduzierte Abgaben für Lkw in Aussicht, deren Dieselmotoren die neue Abgasnorm Euro 6 erfüllen. Details wollte er bislang noch nicht nennen, aber es werde „eine Entscheidung im Sinne des Gewerbes sein“. Auf der IAA wolle er hierzu klare Worte finden. Die Branche hatte vom Minister eine eigene Mautklasse für Euro-6-Lastwagen gefordert. Ab 2014 müssen alle in Europa neu zugelassenen Lkw und Busse die Euro-6-Abgasnorm erfüllen. Gegenüber Euro 5 müssen Stickoxide um 80 Prozent und die Feinstaubpartikel um mehr als zwei Drittel reduziert werden.

Schwere und hocheffiziente Motoren bilden entsprechend einen Schwerpunkt auf der Branchenschau. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Aerodynamik sein. Bis zu 40 Prozent des Kraftstoffverbrauchs seien auf den Luftwiderstand zurückzuführen, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), der die IAA veranstaltet. Hier ließen sich wesentliche Einsparpotenziale heben und damit Effizienz und Wirtschaftlichkeit steigern. Das versprechen auch alternative Antriebe, deren Anschaffungskosten allerdings derzeit noch sehr hoch sind. Gleichwohl gibt es vom Gas-Lkw bis zum Elektro-Stadtlieferwagen eine Vielzahl von Weltneuheiten zu sehen. Weiteres wichtiges Thema ist die Vernetzung der Nutzfahrzeuge – welche vor allem die Zulieferer vorantreiben wollen.

Für den großen Zukunftsmarkt China, auf dem schon heute jedes zweite Nutzfahrzeug verkauft wird, stehen solche Innovationen noch nicht im Vordergrund. Gleichwohl stellen die Chinesen die meisten ausländischen Aussteller auf der IAA. Auch in der Volksrepublik stiegen die Anforderungen an Lkw und Transporter, heißt es in einer Studie der Unternehmensberater von Alix Partners. Bis 2020 werde ein in China verkaufter Lkw nicht mehr halb so teuer wie ein europäischer sein, sondern „nur“ noch um ein Drittel günstiger.

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