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Wirtschaft Kreditgeschäft brummt weiter
Nachrichten Wirtschaft Kreditgeschäft brummt weiter
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13:56 07.02.2019
VB2 Quelle: dd
Hannover

Um Häuslebauer anzulocken, kooperiert die Hannoversche Volksbank erstmals mit Kreditvermittlern. „Die Kunden suchen bei der Baufinanzierung auch andere Wege als den Gang in die Filiale“, sagte Vorstandssprecher Jürgen Wache am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz für 2018. Im vergangenen Jahr wurde bereits jeder zehnte neue Baukredit über externe Berater abgeschlossen.

Die Nachfrage war offenbar noch deutlich größer: „Das Geschäft läuft einen um“, sagte Wache. „Wir haben dann den Stecker gezogen.“ Vermittler wie Dr. Klein oder Interhyp gewinnen im Geschäft stetig an Bedeutung, weil insbesondere jünge Kunden ihre Konten in der Regel online führen und so kein persönlicher Kontakt zu den Beratern ihrer Bank entsteht. Die Kreditvermittler kassieren für ihre Dienste eine Provision von der Bank, die am Ende den Bau finanziert.

Nach Einschätzung von Wache könnten Vermittler für die Volksbank mittelfristig jeden zweiten neuen Baukredit einfädeln. Im Großraum Hannover steigt die Nachfrage weiter: Im vergangenen Jahr ist der Kreditbestand der Volksbank um knapp 8 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro gestiegen – ein Großteil davon entfiel auf Baumaßnahmen. Für 2019 rechnet Wache mit einem Wachstum von rund 6 Prozent. Beim Provisionsüberschuss verbuchte die Volksbank zuletzt ein leichtes Minus, weil die Kreditvermittler ihre Gebühren beim Vertragsabschluss kassieren. „Wir profitieren dann über die Laufzeit von dem Geschäft“, sagte Wache.

Die Hannoversche Volksbank will ihre hohen Standards im Kreditgeschäft halten: Wer eine Immobilie finanzieren wolle, müsse im Zweifel eine Zins- und Tilgungsrate von 6 Prozent per anno schultern können, hieß es. Noch seien die Zinsen zwar niedrig, aber man wolle hier über die Laufzeit die Risiken für die Kunden und die eigene Bilanz niedrig halten: „Wir wollen auch weiterhin Kredite vergeben – andere müssen ihre Kredite verkaufen“, sagte Wache unter Anspielung auf Institute, die notleidende Darlehen mit Abschlägen an Finanzinvestoren veräußern.

Im vergangenen Jahr hat die Hannoversche Volksbank 5400 Neukunden und 4200 zusätzliche Mitglieder gewonnen. Die Bilanzsumme stieg um 3,7 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro – damit zählt das Institut zu den zehn größten Volks- und Raiffeisenbanken Deutschlands. Der Zinsüberschuss sank 2018 um 3,6 Prozent auf knapp 115 Millionen Euro. Während die Personalkosten stabil blieben, erhöhte sich der Sachaufwand – unter anderem wegen der gestiegenen Bankenabgabe und Investitionen in die IT-Infrastruktur leicht. Das Betriebsergebnis vor Bewertung reduzierte sich in der Folge um 11 Prozent auf rund 52 Millionen Euro – der Überschuss verharrte mit 13,9 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Dividende bleibt bei 5,5 Prozent. „Das ist ein gutes Ergebnis“, sagte Wache.

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