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Wirtschaft Hannover Rück erhöht trotz Belastungen Gewinnerwartung
Nachrichten Wirtschaft Hannover Rück erhöht trotz Belastungen Gewinnerwartung
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13:35 10.11.2010
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Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat trotz hoher Belastungen aus Großschäden seine Gewinnerwartung für das Jahr deutlich erhöht. Wegen der guten Geschäftsentwicklung und positiver Steuereffekte gehe man nun von mehr als 700 Millionen Euro Nettogewinn aus, teilte Hannover Rück am Mittwoch mit. Bisher war mit 600 Millionen gerechnet worden. Bei den Prämieneinnahmen geht Hannover Rück von acht Prozent Zuwachs aus.

Finanzvorstand Roland Vogel sagte in einer Telefonkonferenz, es sei gut möglich, dass der Spitzenwert von 731 Millionen Euro Gewinn in diesem Jahr wieder erreicht werde. Voraussetzung sei jedoch, dass die Belastungen aus Großschäden nicht unerwartet stark stiegen. In den ersten neun Monaten musste die Hannover Rück für Großschäden mehr als 554 Millionen Euro aufwenden, nach nur 198 Millionen im Vergleichszeitraum. Der größte Schaden sei im dritten Quartal das Erdbeben in Neuseeland gewesen, das den Angaben zufolge mit 90 Millionen Euro zu Buche schlug.

Im ersten Halbjahr hatte der der Versicherer aber bereits hohe Belastungen unter anderem durch die Ölplattform-Katastrophe im Golf von Mexiko, den europäischen Wintersturm „Xynthia“, ein Erdbeben in Chile und die Flut in Osteuropa zu verkraften. Allerdings sei die Entwicklung der Preise auf den Märkten risikogerecht. Bei Katastrophenschutz-Programmen geht Hannover Rück davon aus, Preiserhöhungen durchsetzen zu können.

In den ersten neun Monaten konnte der Rückversicherer seine Bruttoprämien-Einnahmen im Gesamtgeschäft um 11,5 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro steigern. Darin sind jedoch positive Effekte vor allem durch das Verhältnis zum US-Dollar enthalten. Ohne diese Effekte hätte die Steigerung 7,7 Prozent betragen. Das operative Ergebnis stieg auf 862 Millionen, nach 851,7 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich blieben 582 Millionen (Vorjahr 596,6 Millionen).

In den Zahlen ist aber der Effekt aus einem Steuerurteil des Bundesfinanzhofs enthalten. Dabei ging es um die Steuerpflicht einer irischen Tochtergesellschaft. Weil diese in Deutschland nach dem Urteil nicht steuerpflichtig ist, konnte die Hannover Rück eine bereits gebildete Rückstellung auflösen.

dpa

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