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Wirtschaft Gläubigerbanken beraten Zukunft von Conti und Schaeffler
Nachrichten Wirtschaft Gläubigerbanken beraten Zukunft von Conti und Schaeffler
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11:51 25.08.2009
Conti und Schaeffler hatten vor zwei Wochen ihren monatelangen Machtkampf beendet.
Conti und Schaeffler hatten vor zwei Wochen ihren monatelangen Machtkampf beendet. Quelle: Timm Schamberger/ddp (Archiv)
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Die „Financial Times Deutschland“ hatte von dem Treffen berichtet. In den Kreisen hieß es aber, es handle sich nicht um „Friedensverhandlungen“, da es nie einen Streit zwischen den Banken gegeben habe. Vielmehr gehe es darum, zunächst die Vorstellungen der beiden Seiten auszutauschen, wie es mit Schaeffler und Conti weitergehen könne und ob und wann es zu einer Fusion der Konzerne kommen könnte. Im Fokus bei der Conti müsse zunächst eine Kapitalerhöhung stehen. Zudem gehe es um andere Maßnahmen, um die 3,5 Milliarden Euro Fälligkeit im August 2010 zu lösen.

Conti und Großaktionär Schaeffler hatten vor zwei Wochen ihren monatelangen Machtkampf beendet. Auf Drängen von Schaeffler schied Vorstandschef Karl-Thomas Neumann aus. Sein Nachfolger wurde der Schaeffler-Manager Elmar Degenhart. Zugleich soll der Schaeffler- Berater Rolf Koerfer mittelfristig seinen Posten als Aufsichtsratschef aufgeben.

Im Mittelpunkt bei der Conti steht seitdem eine mögliche Kapitalerhöhung für den finanziell angeschlagenen Autozulieferer. Der Aufsichtsrat hatte Ende Juli grünes Licht für die Vorbereitung einer Kapitalerhöhung von bis zu 1,5 Milliarden Euro gegeben. Conti ist wegen der Übernahme der früheren Siemens-Tochter VDO mit rund zehn Milliarden Euro verschuldet. Im August 2010 wird ein Kredit von 3,5 Milliarden Euro fällig.

Schaeffler hält knapp die Hälfte der Conti-Aktien, weitere 40 Prozent sind bei Banken geparkt. Schaeffler war wegen des Erwerbs der Mehrheit an Conti in eine finanzielle Schieflage geraten. Das Familienunternehmen aus Herzogenaurach hatte sich aber in der vergangenen Woche mit seinen Gläubigerbanken auf ein neues Finanzierungskonzept geeinigt.

Conti und Schaeffler verhandeln seit Monaten über die Zukunft der beiden Konzerne. Wie aus Industriekreisen verlautet war, sehen Konzepte eine Fusion der Konzerne mit insgesamt mehr als 200 000 Beschäftigten vor. Unter dem Dach einer neuen Holding stünden dann die vereinten Automotive-Sparten von Schaeffler und Conti, das Conti- Reifengeschäft sowie das Industriegeschäft von Schaeffler.

lni