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Wirtschaft Gewinn des VW-Konzerns steigt
Nachrichten Wirtschaft Gewinn des VW-Konzerns steigt
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22:00 29.04.2015
Von Stefan Winter
Symbolbild  Quelle: dpa
Hannover

Das Jahr hat für den VW-Konzern besser begonnen als erwartet. Nach vielen betont vorsichtigen Prognosen schlug Finanzchef Hans Dieter Pötsch am Mittwoch optimistischere Töne an: Die Prognose bleibt zwar unverändert, aber „wir sind nie mit dem Minimum zufrieden“, sagte er in einer Telefonkonferenz und sprach von teilweise „exzellenten Zahlen“. Der Konzern sei auf Kurs, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn. Vor allem der Gewinn stieg überraschend deutlich.

Unterm Strich blieben in den ersten drei Monaten 2,9 Milliarden Euro übrig, das waren 19 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das operative Ergebnis, in dem Steuerzahlungen und diverse Sonderfaktoren nicht enthalten sind, kletterte ähnlich stark auf 3,3 Milliarden Euro. Pötsch erklärte den Zuwachs mit drei Faktoren: Es wurden mehr und im Durchschnitt teurere Autos verkauft, die Kosten wurden gesenkt, und rund 200 Millionen Euro erklären sich aus der Schwäche der europäischen Gemeinschaftswährung. Diese trug auch zum kräftigen Umsatzanstieg von 10  Prozent auf 52,7  Milliarden Euro bei.

Der Verkauf legte langsamer zu: Knapp 2,5  Millionen Fahrzeuge wurden ausgeliefert, 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Weltmarkt wuchs zuletzt doppelt so stark, doch im wichtigen USA-Geschäft spielt VW weiter eine Nebenrolle. Dafür sind die Wolfsburger in Krisenmärkten wie Russland und Brasilien besonders stark vertreten. Dass trotz der mäßigen Absatzzahlen der Gewinn deutlich stieg, sei ein Zeichen für den Erfolg des im vergangenen Jahr gestarteten Effizienzprogramms „Future Tracks“, sagte Pötsch. Bisher habe es einen kleinen dreistelligen Millionenbetrag gebracht, im Gesamtjahr soll es mehr als eine Milliarde Euro werden.

Während die beiden Lkw-Bauer MAN und Scania mit der Krise in Südamerika zu kämpfen haben, steigerten alle Pkw-Marken Umsatz und operativen Gewinn. Nach wie vor liegt Audi mit 1,4 Milliarden Euro Gewinn vorn, gefolgt von Porsche (765 Millionen) und VW Pkw (514 Millionen). Für die Stammmarke sind allerdings weitaus höhere Ziele gesteckt: Sie soll gemessen am Umsatz 6 Prozent Rendite erzielen – im ersten Quartal waren es knapp 2 Prozent, etwas mehr als vor einem Jahr. Darin nicht enthalten ist das chinesische Geschäft, das trotz einer Abkühlung des Booms hoch lukrativ ist: 1,6  Milliarden Euro betrug der VW-Anteil am Gewinn der Gemeinschaftsunternehmen in China, ein Drittel mehr als vor einem Jahr.

In China müssten sich die Autobauer allerdings auf geänderte Verhältnisse einstellen, sagte Vertriebschef Christian Klingler. Das Wachstum schwächt sich ab und verlagert sich in Regionen im Landesinneren, wo einfachere und billigere Modelle gefragt sind. VW müsse „Schritt für Schritt ein wenig weiter in dieses Segment“ einstiegen. Über die Produktion eines schon vor Jahren angekündigten Billigautos ist allerdings immer noch nicht entschieden.

Der frühere Topmanager Thomas Middelhoff ist nach mehr als fünf Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie das Essener Landgericht am Mittwoch mitteilte, hatten die Verteidiger des Managers zuvor die Kaution in Höhe von 895.000 Euro auf ein Konto der Gerichtskasse überwiesen.

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