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Wirtschaft GM hält Rettung von Saab in letzter Minute für unwahrscheinlich
Nachrichten Wirtschaft GM hält Rettung von Saab in letzter Minute für unwahrscheinlich
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12:32 07.01.2010
Saab-Besitzer sprechen sich für die Rettung der schwedischen Tochter von GM aus.
Saab-Besitzer sprechen sich für die Rettung der schwedischen Tochter von GM aus. Quelle: ap (Archiv)
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Der US-Autokonzern General Motors (GM) glaubt nicht mehr an eine Rettung des schwedischen Traditionsautobauers Saab in letzter Minute. GM-Chef Ed Whitacre sagte am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten, er sei „nicht zuversichtlich“, dass es noch zu einer Einigung mit dem exklusiven niederländischen Sportwagenhersteller Spyker über den Verkauf von Saab kommen könne. Eine Rettung von Saab wäre „wirklich einfach“ zu erreichen, wenn ein Bieter mit genügend Geld bei GM vorbeikomme, sagte Whitacre. Bis jetzt sei jedoch noch niemand vorbeigekommen, deswegen befinde sich Saab „im Abwicklungs-Modus“.

GM könne für die Rettung Saabs „nicht mehr tun, als wir bereits getan haben“, sagte Whitacre. Der US-Autokonzern habe bislang alles ihm Mögliche unternommen. Der US-Konzern hatte Mitte Dezember offiziell das Aus für Saab erklärt, nachdem mit Spyker über ein erstes Kaufangebot keine Einigung erzielt werden konnte. Der niederländische Sportwagenbauer besserte daraufhin seine Offerte nochmals nach. GM verlängerte zuletzt Ende Dezember seine Frist für den Verkauf von Saab nochmals. Medienberichten zufolge sollte diese Frist am Donnerstag auslaufen.

GM hatte seit Januar 2009 einen Käufer für seine verlustträchtige schwedische Tochter gesucht. Saab beschäftigt 3400 Menschen in Schweden. Gewerkschaftsangaben zufolge könnte das Aus des Autobauers den Verlust von rund 8000 Arbeitsplätzen bedeuten, weil auch Zulieferer betroffen sind.

afp