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Wirtschaft König des Gewürzmarkts: Dieter Fuchs gestorben
Nachrichten Wirtschaft König des Gewürzmarkts: Dieter Fuchs gestorben
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16:27 01.03.2019
Pfeffer gehört zu den umsatzstärksten Gewürzen der Fuchs-Gruppe. Quelle: Fuchs-Gruppe
Dissen

Der Gründer des größten deutschen Gewürzherstellers, Dieter Fuchs, ist tot. Der Unternehmer sei am Freitag im Alter von 90 Jahren im Kreis seiner Familie gestorben, teilte die Fuchs-Gruppe mit.

Die Marke kennt jeder Supermarktkunde: Abgepackt in kleine Tütchen vertreibt Fuchs seit den 1950er Jahren Gewürze von einfachem Salz bis zu exotischen Kräutern. Heute ist Fuchs in Deutschland Marktführer, die Gruppe beschäftigt insgesamt 3000 Mitarbeiter, die im Geschäftsjahr 2017 528 Millionen Euro Umsatz erwirtschafteten.

Dabei hat Gründer Fuchs klein angefangen: 1952 belieferte er auf einem Fahrrad Haushalte in Dissen am Teutoburger Wald mit Salz und Pfeffer in Tüten. 1963 brachte er die Fuchs-Dekorbox in den Handel, 1970 führte er die ersten Gewürzregale für Supermärkte ein.

In Dissen ist bis heute der Firmensitz, doch längst ist das Unternehmen international aufgestellt: Zur Fuchs-Gruppe gehören Firmen aus den USA, Brasilien, China und zahlreichen weiteren Ländern. Und auch in den Supermarktregalen ist weit mehr von Fuchs, als auf den ersten Blick erkennbar: Zur Gruppe gehören unter anderem Ostmann, Kattus, Fugeo und Bamboo Garden.

Schätzungen zufolge liegt der Markteinteil der Fuchs-Gruppe bei 80 Prozent, Fuchs wurde zeitweise als „König des deutschen Gewürzmarkts“ bezeichnet.

Gründer Dieter Fuchs hatte sich in den vergangenen Jahren bereits Schritt für Schritt aus der Firmenführung zurückgezogen und die Mehrheit seiner Anteile an eine gemeinnützige Stiftung übertragen. Nach dem Rückzug aus dem operativen Geschäft hatte Nils Meyer-Pries die Geschäftsführung übernommen.

Von RND/dpa/hö