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Wirtschaft Ford hält auch in Krisenzeiten Kurs
Nachrichten Wirtschaft Ford hält auch in Krisenzeiten Kurs
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10:31 09.05.2009
Symbolfoto
Symbolfoto Quelle: Ronny Hartmann/ddp
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Der Aufwärtstrend in Deutschland stimme zuversichtlich, sagte der Marketingdirektor der Kölner Ford-Werke GmbH, Axel Wilke, zu den jüngsten Verkaufs- und Bestelldaten. Erstmals seit langen Jahren kletterten die Kölner nach dem ersten Jahresdrittel 2009 mit einem Zuwachs der Neuzulassungen um 43,7 Prozent auf 92 812 neue Wagen wieder auf das Siegerpodest der besten Marken: Als drittstärkster Anbieter hinter VW und Opel steigerten sie ihren Marktanteil um 1,6 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent.

Wilke ist daher trotz europaweiter Absatzeinbußen der Marke von 60 000 Fahrzeugen im ersten Quartal und Verlusten von knapp 410 Millionen Euro zuversichtlich, dass Ford die großen Herausforderungen der Krise „aus eigener Kraft“ meistert, wie er den ddp/Dow Jones Wirtschaftsnachrichten (ddp.djn) bei einer Frühjahrsregionaltour mit sparsamen Econetic-Modellen im brandenburgischen Neuhardenberg sagte. Die aktuelle Produktpalette sei die beste, die Ford je in Europa hatte, und das Kölner Unternehmen sei damit „hervorragend aufgestellt“, fügte er hinzu.

Jüngste Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes untermauern seine Zuversicht. Mit 28 494 Neuzulassungen im April kamen die Kölner trotz weniger Verkaufstagen durch Ostern knapp an das gute März-Ergebnis (28 636 Wagen) heran. Ihr Anteil am deutschen Pkw-Markt erreichte im vorigen Monat sogar 7,5 Prozent. Zugleich habe sich im April das Wachstum bei den Auftragseingängen fortgesetzt, betonte Wilke. Nach Angaben von Ford-Chef Bernhard Mattes hat das Unternehmen „im April wieder etwa genauso viele Bestellungen erhalten wie in den vorhergehenden Monaten dieses Jahres“.

Das lässt ähnliche Zulassungsraten für die nächsten Monate erwarten. Im ersten Quartal waren die Auftragseingänge nach Ford-Angaben um fast 80 Prozent zum Vorjahr auf mehr als 100 000 Einheiten gestiegen. Der Privatkundenanteil der Kölner nahm um 177 Prozent zu, während er im Branchenschnitt um 77 Prozent zum Vorjahr wuchs.

Der Absatzschub durch die Abwrackprämie schlägt sich für Ford vor allem beim Kleinwagen Fiesta nieder, aber auch beim Mini Ka. Beide Modelle treffen, so Wilke, „punktgenau den Puls der Zeit“. Der Fiesta ist mit 35 544 Neuzulassungen, davon 13 655 im April, aktuell der Ford-Bestseller - nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit. Mit 157 Prozent Zulassungsplus zum Vorjahr im ersten Drittel 2009 schob sich der Kölner Kleinwagen auf Rang fünf aller bundesweit neu angemeldeten Pkw vor.
Nur neun Monate nach dem Marktstart lief vor 14 Tagen schon der 250 000. Wagen der neuen Fiesta-Generation in Köln vom Band. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurden im dortigen Montagewerk im März und April bereits Wochenend-Sonderschichten gefahren. Bei der Regionaltour stellte Ford den Fiesta, Focus und Mondeo auch in spritsparenden Econetic-Versionen vor. Der Fiesta soll sich in dieser Variante nach Werksangaben mit durchschnittlich 3,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer begnügen und nur 98 Gramm Kohlendioxid (CO2) je Kilometer ausstoßen.

ddp

Stefan Winter 08.05.2009
Stefan Winter 08.05.2009