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Wirtschaft Firma von Philipp Lahm: Sixtus-Kosmetik steht am Abgrund
Nachrichten Wirtschaft Firma von Philipp Lahm: Sixtus-Kosmetik steht am Abgrund
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12:40 24.05.2019
Philipp Lahm war Fußball-Weltmeister und Investor – einer seiner Einkäufe hat sich allerdings nicht gelohnt. Quelle: dpa
München

Einst war der Kosmetikhersteller Sixtus eine echte Größe: 1931 gegründet belieferte das Unternehmen sogar die Olympischen Spielen 1952 und 1972. In den 90er Jahren folgte der Niedergang – den auch der Einstieg von Ex-Fußballprofi Phillip Lahm nicht aufhalten konnte. Jetzt klagen zahlreiche Mitarbeiter gegen jüngst ausgesprochene Kündigungen.

Lahm ist 2015 bei Sixtus eingestiegen. Das Unternehmen stellt seit den 1930er Jahren unter anderem Shampoos und Pflegeöle her. In den 1990er Jahren war Sixtus ins Straucheln geraten, der einst achtstellige Umsatz schmolz weg.

Wie „Der Westen“ berichtet hatte Lahm vor allem gehofft, die Sixtus-Produkte über den Drogerie-Riesen dm zu vertreiben. Doch die Zusammenarbeit währte demnach nicht lange, endete gar vor Gericht. Und ohne starken Partner kam auch Sixtus nicht auf die Beine. 2017 soll das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 2,1 Millionen Euro erwirtschaftet haben – und ein Defizit in Höhe von 670000 Euro.

Daran konnte Lahm als mittlerweile alleiniger Anteilseigner offenbar wenig ändern: Wie der „Focus“ berichtet, sind von 32 Mitarbeitern 20 gekündigt worden, weitere zehn gehen in den Ruhestand oder hatten einen befristeten Vertrag.

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Nun versucht das Unternehmen, sich gesund zu schrumpfen: Statt einer großen Firmenzentrale sollen künftig ein Raum für drei Schreibtische, ein kleines Labor und ein Kellerraum für Akten ausreichen. Produktion und Außendienst sollen komplett eingestellt werden. Die Produktpalette schrumpfe von 220 auf 8 Artikel – die von Drittfirmen hergestellt werden sollen, wie der „Münchener Merkur“ berichtet.

Die bisherigen Mitarbeiter wollen ihre Entlassung allerdings nicht einfach hinnehmen. Wie der Merkur berichtet, klagen mehrere von ihnen gegen die Entlassung.

Philipp Lahm hat sich zu den Vorgängen bislang nicht geäußert.

Von RND/hö

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