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Wirtschaft „Dieselgate“-Verfahren: Schlagabtausch von VW und Anlegern
Nachrichten Wirtschaft „Dieselgate“-Verfahren: Schlagabtausch von VW und Anlegern
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18:06 17.09.2018
Rechtsanwälte sitzen beim „Dieselgate“-Prozess im Oberlandesgericht Braunschweig vor den Richtern. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Braunschweig

Im milliardenschweren Musterverfahren zum VW-Abgas-Skandal haben sich die Parteien am Montag einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Volkswagen versuche, kriminelles Handeln zu verniedlichen, meinte der Anwalt der Musterklägerin Deka Investment am dritten Verhandlungstag am Oberlandesgericht Braunschweig. Gegen diesen Vorwurf wehrte sich die Gegenseite vehement.

VW-Anwalt Thomas Liebscher sprach von einer „verallgemeinernden Darstellung“ und verwies auf die in Deutschland geltende Unschuldsvermutung. Auch der Anwalt des VW-Hauptaktionärs Porsche SE wies den Vorwurf als „pauschale Verunglimpfung“ zurück.

Die entscheidende Frage ist: Hat VW die Märkte rechtzeitig über die Affäre um millionenfache Manipulationen an Dieselmotoren informiert? Dafür müsse unbedingt geklärt werden, wer was wann gewusst hat, forderte Tilp erneut. Nach dem Bekanntwerden der Abgas-Affäre hatten die Vorzugsaktien des Unternehmens zwischenzeitlich fast die Hälfte ihres Werts verloren, Anleger erlitten teils massive Verluste.

„Dieselgate“-Milliardenverfahren verzögert sich bis November

Eine Entscheidung in dem Musterverfahren dürfte sich deutlich verzögern. Anders als zuvor geplant soll der Prozess erst Ende November mit Erörterungen zu möglichen Schäden für die Anleger weitergehen, wie Richter Christian Jäde am Montag sagte. Sieben ursprünglich vorgesehene Termine fallen bis dahin aus. Für ihre Stellungnahmen haben beide Seiten wohl sogar bis Ende Januar Zeit.

Von RND/dpa