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Wirtschaft Deutschland vervierfacht Anteil erneuerbarer Energien
Nachrichten Wirtschaft Deutschland vervierfacht Anteil erneuerbarer Energien
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13:33 11.04.2011
Erneuerbare Energie ist für 17 Prozent des deutschen Stroms verantwortlich.
Erneuerbare Energie, wie hier Windkraft, ist für 17 Prozent des deutschen Stroms verantwortlich. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Der in Deutschland verbrauchte Atomstrom kam demnach 2010 auf ein knappes Viertel (23,3 Prozent) und lag so noch vor den Erneuerbaren. Da die Berechnung nur das vergangene Jahr berücksichtigt, ist die jüngste Auswirkung der vorläufig vom Netz genommenen Meiler nach der Atom-Katastrophe ein Japan noch unberücksichtigt. Offen ist derzeit, ob die Reaktoren nach der Zwangspause wieder anlaufen.

Ein Vergleich mit den anderen EU-Staaten ist den Statistikern wegen der Datenbasis nur bis zum Jahr 2008 möglich. Deutschland lag damals mit seinen regenerativen Energiequellen nur im Mittelfeld:
Mit 15,4 Prozent Anteil am gesamten Stromverbrauch reichte es nur für einen Platz hinter dem EU-Schnitt (16,7 Prozent).

In der EU sollen die erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Sonne und Bio-Masse bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent am Gesamtverbrauch haben. So sollen die EU-Staaten einerseits unabhängiger von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas werden, andererseits soll gleichzeitig der Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) reduziert werden.

Klassenprimus bei den erneuerbaren Energien war 2008 Österreich: Die Alpenrepublik kam vor allem dank umweltfreundlicher Wasserkraft auf einen Anteil von 62 Prozent. Die höchste Zuwachsrate bei den regenerativen Stromquellen wies Dänemark auf: Dort stieg der Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch von 1990 bis 2008 von 2,6 auf 28,7 Prozent.

Am abhängigsten vom Atomstrom waren 2008 Frankreich (83,2 Prozent), Litauen (76,4 Prozent) und die Slowakei (56,7 Prozent). In Deutschland lag der Anteil der Kernkraft damals bei 24,1 Prozent. In zwölf EU-Staaten spielte Atomkraft gar keine Rolle - darunter in den Ländern Österreich, Irland und Polen.

dpa

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