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Wirtschaft Messegelände in Hannover soll eigenes 5G-Netz bekommen – als erstes weltweit
Nachrichten Wirtschaft Messegelände in Hannover soll eigenes 5G-Netz bekommen – als erstes weltweit
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10:01 28.11.2019
Die Agritechnica hat 450.000 Besucher nach Hannover gelockt – auch deshalb fällt die Bilanz der Deutschen Messe AG besser aus als erwartet. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Hannover

Als erster Veranstalter weltweit will die Deutsche Messe ihr Gelände für den neuen Mobilfunkstandard 5G fitmachen. Das Unternehmen werde im nächsten Jahr eine private Lizenz zum Betrieb eines sogenannten Campus-Netzes beantragen, teilte die Messe am Donnerstag in Hannover mit. Im Jahr darauf seien Investitionen von 10 Millionen Euro in die neue Technik geplant. „Dieser Schritt bedeutet eine qualitative Erweiterung des Geschäftsmodells und sorgt für neue Umsatzpotenziale“, sagte Vorstandschef Jochen Köckler.

Die schnelle Datenkommunikation mittels 5G gilt als zentraler Hebel für die immer stärkere Automatisierung und effizientere Produktionsprozesse. Der neue Standard soll unter anderem fahrerlose Transportsysteme, mobile Werkzeuge und kabellos vernetzte Maschinenparks möglich machen. Mit 5G soll in der Spitze eine Datenübertragung mit einer Geschwindigkeit von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde möglich sein – das wäre ein Zuwachs um das Zwanzigfache im Vergleich zu heute.

Erster Test auf der Hannover Messe

Bei der Hannover Messe in diesem Jahr konnten die Besucher bereits erleben, wie das höhere Tempo bei der Datenübertragung die Industrie verändern könnte. In einer Halle hatten die Veranstalter ein eigenes Testfeld aufgebaut, um Anwendungsmöglichkeiten zu zeigen. Während sich die Weiterentwicklung des Mobilfunks bisher immer an den Bedürfnissen der Privatkunden orientiert habe, stehe nunmehr die Industrie stärker im Mittelpunkt. Mit der „5G Alliance for Connected Industries and Automation“ haben Unternehmen ihre Interessen in einer Initiative gebündelt.

Im Herbst 2020 will die Deutsche Messe die „5G CMM Expo“ an den Start schicken – CMM steht für „Connected Mobile Machines“. Dort solle die ganze Breite möglicher Anwendungen für den 5G-Standard zu sehen sein, hieß es, von Anlagen über Software bis hin zu Dienstleistungen. Als Zielgruppe haben die Veranstalter die Auto- und Zulieferindustrie, die Gebäudeautomation, die Logistik und die Landtechnik im Blick.

Messe übertrifft ihre Erwartungen

Mit dem Gang der Geschäfte in diesem Jahr zeigt sich der Vorstand zufrieden. Mit einem Umsatz von 355 Millionen Euro und einem Gewinn nach Steuern von 14 Millionen Euro habe man die eigenen Prognosen übertroffen, sagte Köckler. Erwartet hatte die Messe Erlöse von 347 Millionen Euro und einen Gewinn von 10 Millionen Euro. Für 2020 plant das Unternehmen einen Umsatz von 329 Millionen Euro und ein Ergebnis von 3 Millionen Euro – wegen des unterschiedlichen Messe-Turnus fallen die geraden Jahre generell schwächer aus als die ungeraden.

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Von Jens Heitmann

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