Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft Bericht: Banken-Mitarbeiter wollen gemeinsam gegen Fusion kämpfen
Nachrichten Wirtschaft Bericht: Banken-Mitarbeiter wollen gemeinsam gegen Fusion kämpfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:10 23.03.2019
Die Zentralen von Deutscher Bank und Commerzbank in Frankfurt. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
Frankfurt/Main

Mitarbeiter von Deutscher Bank und Commerzbank wollen nach Informationen des „Handelsblatts“ gemeinsam Widerstand gegen eine Fusion der zwei größten deutschen Privatbanken leisten. Darauf hätten sich die bei der Gewerkschaft Verdi organisierten Arbeitnehmervertreter beider Geldhäuser bei einem Treffen am Donnerstagabend verständigt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf „mehrere mit dem Thema vertraute Personen“.

Verdi befürchtet bei einer Fusion den Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen. „Dass da einfach zugeguckt wird, davon kann niemand ernsthaft ausgehen“, hatte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske am Montag gesagt. Tags zuvor hatten beide Banken bekanntgegeben, dass es Gespräche über einen Zusammenschluss gebe.

Der Vorstandschef der Commerzbank, Martin Zielke, versprach seinen Mitarbeitern eine möglichst schnelle Entscheidung. „Wir werden die Zeit der Unsicherheit, die durch die Sondierung entsteht, so kurz wie möglich halten und hart dafür arbeiten, schnell zu einem Ergebnis zu kommen“, schrieb Zielke seinen Mitarbeitern in einer internen Mitteilung, die der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX vorlag. Die Commerzbank werde „selbstbewusst und mit klaren Vorstellungen“ in die Verhandlungen gehen. „Wir haben eine klare Strategie“, fügte er hinzu.

Der Verdi-Protest soll mit dem Slogan „Getrennt in den Farben, gemeinsam in den Zielen“ geführt werden, wie das „Handelsblatt“ berichtete. Die Planungen der Gewerkschaft sehen demnach vom 28. März an auch Warnstreiks im Zuge der laufenden Tarifrunde vor – an jedem Arbeitstag in einer anderen Stadt, wie es hieß.

Von RND/dpa