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Wirtschaft Der Marathon-Mann
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00:15 19.04.2015
Von Carsten Schmidt
Foto: Der 48-jährige Hemminger ist dem Laufen nach einer Wette treu geblieben.
Der 48-jährige Hemminger ist dem Laufen nach einer Wette treu geblieben. Quelle: Behrens
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Hannover

Es begann mit einer Wette. „Ich sollte den Berlin-Marathon schaffen – untrainiert“, sagt Ingo Burmester, Geschäftsführer der Robinson Club GmbH. Das Vorhaben gelang, Burmester erreichte nach etwas mehr als vier Stunden die Ziellinie.

Der 48-jährige Hemminger ist dem Laufen treu geblieben, der Marathon über 42,195 Kilometer ist allerdings das Ausnahmeerlebnis geblieben. Heutzutage läuft Burmester einen Halbmarathon pro Jahr im Wettkampf, „um die 1:40 Stunden“, sagt er, das sind die Bereiche eines ambitionierten Hobbysportlers. Und im Training ist er einmal pro Woche eine Stunde unterwegs. „Ich fahre zudem viel Rad“, sagt Burmester. An der Fortbewegung zu Fuß schätzt er die „innere Ruhe“, die er dabei gewinnt, und die „reinigende Wirkung“. Zum Laufen nutzt er die Naherholungsgebiete im benachbarten Hannover, die Eilenriede oder den Maschsee. Und er läuft nicht allein, seine 15-jährige Tochter begleitet ihn. „Wir können uns unterwegs ganz entspannt unterhalten über Gott und die Welt“, sagt Burmester. „Das ist eine besondere, lockere Atmosphäre.“

Es mag nahe liegen, dass ein Unternehmen mit Schwerpunkt Aktivurlaub auch einen sportlichen Chef hat. Doch Burmester sagt, dass er auch unter Kollegen den Trend wahrnehme, sich sportlich zu betätigen. „Man meistert die Arbeit besser, auch die Reisen, die solch eine berufliche Stellung mit sich bringt.“ Der Vorgesetzte mit Bauchbinde und Zigarrenkiste auf dem Schreibtisch scheint heute nicht mehr gefragt zu sein.

Laufen für den guten Zweck

Andreas Casdorff, der Geschäftsführer des Zoos in Hannover sieht das genauso. Er läuft beim Stadtmarathon in Hannover über die halbe Distanz mit.

Burmester betont aber auch, dass das Laufen auch innerhalb eines Unternehmens identitätsstiftend sein kann. „Schon als ich noch bei der TUI beschäftigt war, habe ich beim Hannover-Marathon mitgemacht.“ Der Reisekonzern war bis zum Vorjahr beim hiesigen Stadtlauf als Sponsor aktiv. Von 2008 bis 2014 hieß das Rennen TUIfly-oder TUI-Marathon, in dessen Rahmen auch diverse Firmenmeisterschaften ausgetragen wurden.

Burmester würde aber auch in diesem Jahr mitlaufen, hätte er nicht Kniebeschwerden. „Ich warte lieber, bis diese abgeklungen sind und absolviere meinen Halbmarathon im Herbst“, sagt er. Er bedauert, dass er am Sonntag zuschauen muss. „In der Heimatstadt zu laufen macht besonders viel Spaß. Unterwegs trifft man viele Bekannte, die einen dann auch kräftig anfeuern.“

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