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Wirtschaft CeBIT zeigt digitale Zukunft zwischen Heim und Büro
Nachrichten Wirtschaft CeBIT zeigt digitale Zukunft zwischen Heim und Büro
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00:15 06.03.2013
Von Frerk Schenker
Neue Verknüpfungen: Ab Dienstag präsentieren über 4000 Aussteller auf der CeBIT den digitale Alltag von morgen.
Neue Verknüpfungen: Ab Dienstag präsentieren über 4000 Aussteller auf der CeBIT den digitale Alltag von morgen. Quelle: dpa
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Hannover

Im Fokus steht bei vielen Ausstellern das Teilen von Daten und Dokumenten mithilfe von Apps – denn auch die sind längst im Alltag der Unternehmen angekommen. Zwar hat der herkömmliche PC als Arbeitsgerät noch nicht ausgedient, in immer mehr Firmen dient er jedoch nur noch als Basisstation, auf die von mobilen Endgeräten zugegriffen wird.  Die Idee dabei: Egal, wo sich ein Mitarbeiter gerade befindet, mit einem Klick auf die App lassen sich beliebige Dokumente und Dateien auf  dem Smartphone oder Tablet anzeigen.

Was den Alltag in Unternehmen erleichtern soll, lässt allerdings neue digitale Schwachstellen entstehen – und so ist die IT-Sicherheit wieder eines der großen Themen der CeBIT. Dass es dabei nicht nur um die Abwehr von Hackerangriffen und Viren geht, zeigen Forscher vom Fraunhofer Institut mit einem Projekt, das den Schlüsselbund durch das Smartphone ersetzt. Mithilfe einer speziellen App lassen sich digitale Schlüssel für Türen und Schließanlagen  per Mail oder SMS direkt auf das Handy versenden. Als mögliches Einsatzgebiet für die Schlüssel-App haben die Forscher neben Büroanlagen und Industriekomplexen auch Hotels oder Carsharing-Angebote im Blick.

Wie stark digitale Lösungen künftig in unseren Alltag eingreifen könnten, verdeutlicht auch die von IBM entwickelte Supermarkt-App. Bei einem Gang durch die Regalreihen zeigt sie nicht nur die Preise der jeweiligen Produkte an, sondern auch Informationen zu Inhaltsstoffen oder Bewertungen durch andere Kunden. Menschen, die zum Beispiel auf bestimmte Zutaten  allergisch reagieren, könnte die App künftig das aufwändige der Verpackung ersparen.

Wer auf der Messe nach neuen Endgeräten sucht, der wird hingegen enttäuscht das Messegelände verlassen. Auch in diesem Jahr spielt die CeBIT bei Produktneuheiten nur in der zweiten Liga, die großen Hersteller haben ihre Geräte meist schon vor Wochen auf den Branchentreffen in Las Vegas und Barcelona präsentiert. Und doch können sich die Messemacher rühmen, eine echte Weltneuheit nach Hannover gelockt zu haben. In Halle 8 zeigt secusmart ein abhörsicheres Smartphone, das künftig von der Bundesregierung eingesetzt wird, wie das Düsseldorfer Unternehmen am Sonntag bekannt gab. Bereits seit 2009 telefonieren die Kanzlerin und ihre Minister mit einem hochsicheren Gerät, zum Surfen im Internet und Schreiben von E-Mails waren sie jedoch auf ein zweites Gerät angewiesen. Mit dem Blackberry-Modell Z 10 soll das vorbei sei, da es erstmals die abhörsichere Verbindung von Sprachtelefonie und Datennutzung auf einem Gerät ermöglicht.

Was die Kanzlerin dazu sagt?  In ihrer wöchentlichen Videobotschaft, in der Angela Merkel am Wochenende ausführlich auf die CeBIT einging, erwähnte sie das neue Handy nicht. Am Messestand von secusmart gibt man sich dennoch gelassen: Für Dienstag hat sich die Kanzlerin auf der CeBIT angemeldet. Und ein Zwischenstopp in Halle 8, so heißt es, sei  bereits fest gebucht.