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Wirtschaft Maschmeyers Villa ist der Goldstandard
Nachrichten Wirtschaft Maschmeyers Villa ist der Goldstandard
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00:16 07.03.2015
Von Jens Heitmann
Traumvilla: Maschmeyers Anwesen auf Mallorca.
Traumvilla: Maschmeyers Anwesen auf Mallorca. Quelle: dpa
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Palma

Die Villa thront auf einem Felsen bei Port d’Andratx auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca. Im Garten sollen 300 verschiedene Pflanzenarten wachsen. Laut Makler verfügt die Immobilie über zahlreiche Schlaf- und Badezimmer. Die Wohnfläche wird mit knapp 1200 Quadratmetern beziffert, die des Grundstücks auf rund 7500 Quadratmeter. Eine Einliegerwohnung, ein Jacuzzi, eine Sauna, ein Fitnessraum sowie der private Anlegeplatz für eine Privatjacht inklusive.

Der Preis für dieses Kleinod ist in Oligarchenkreisen eigentlich kaum der Rede wert: knapp 40 Millionen Euro. Doch auch in sehr solventen Kreisen scheint das Geld nicht mehr ganz so locker zu sitzen. Die Makler haben das Anwesen zwar bereits im November „aus dem Verkauf genommen“ – abgeschlossen sei der Vorgang aber noch nicht, sagte eine Sprecherin von Carsten Maschmeyer. Der Finanzunternehmer hatte offenbar die Lust an der Luxusimmobilie verloren, nachdem sie durch einen Urlaub des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff ins Gerede gekommen war.

Wer den Kaufpreis auf den Quadratmeter umlegt, kommt für die reine Wohnfläche auf rund 33.000 Euro – eine solche Luxusimmobilie muss man sich leisten können. Doch wie sind denn sonst die Preise auf Mallorca? Das STI Center for Real Estate Studies hat sich den Immobilienmarkt der Insel gerade genauer angesehen und kommt auf eine Preisspanne von 2530 bis 7170 Euro je Quadratmeter. Die günstigsten Angebote finden sich im Süden, die teuersten im Südwesten – also in der Umgebung von Maschmeyers Villa.

Nach Angaben der Studie sind derzeit rund 4000 Objekte auf der Insel zu kaufen. Jedes zehnte sortieren die Forscher in die Kategorie Luxus ein. Als „gehoben“ gilt die Ausstattung bei rund einem Drittel der Häuser. Nur jede zwanzigste Immobilie läuft unter dem Label „einfach“.

Etwa ein Zehntel der 560 Kilometer langen Küstenlinie Mallorcas ist als Strand ausgewiesen – und für den Meerblick sind Käufer augenscheinlich bereit, besonders tief in die Tasche zu greifen: Unabhängig von der Region werden hier Preisaufschläge von mehr als 20 Prozent verlangt. In Palma selbst beispielsweise kosten Objekte ohne Sicht aufs Meer im Schnitt 4030 Euro je Quadratmeter, bei freiem Blick sind es 5170 Euro. Je begrenzter das Angebot in diesem Segment, desto höher ist der Aufschlag: Im Nordwesten beträgt der Aufpreis für Immobilien mit Meerblick 53 Prozent, im Südwesten sind es 46 Prozent.

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