Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft Bosch rüstet sich für den Auto-Notruf
Nachrichten Wirtschaft Bosch rüstet sich für den Auto-Notruf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:27 29.05.2014
Von Lars Ruzic
Foto: Das Unternehmen Bosch rüstet sich für den Auto-Notruf.
Das Unternehmen Bosch rüstet sich für den Auto-Notruf. Quelle: dpa/Symbolbild
Anzeige
Hildesheim

„Das ist ein Geschäft, auf das wir uns vorbereiten“, sagte Spartenchef Manfred Baden bei der Vorlage von Jahreszahlen. Man habe bereits ähnliche Systeme bei Nutzfahrzeugen im Einsatz. Bosch könne deshalb vergleichsweise schnell reagieren, wenn der E-Call in den Europäischen Union zur Pflichtausstattung für Neuwagen werden sollte.

Das System sendet im Fall eines Unfalls ein automatisches Signal an eine Notfallleitstelle ab. Diese kann den Autofahrer anschließend kontaktieren und überprüfen, ob er noch ansprechbar ist. Falls nicht, wird sofort der Rettungsdienst alarmiert. Diese Sicherheitstechnik hat das Zeug zum Milliardenmarkt. Allein die Technikkosten werden derzeit auf 100 Euro pro Fahrzeug taxiert – für alle Neuwagen in der EU kämen so gut 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zusammen. Hinzu kommt aber noch die Servicekosten für den Betrieb der Notrufleitstellen.

Auf beides haben die Zuliefererriesen Bosch und Continental ein Auge geworden. Der Großteil des Geschäftes dürfte am Ende auf sie entfallen. Es wäre ein Bonbon in einem Markt, der seit Jahren kaum von der Stelle kommt. Der Einführungstermin verschiebt sich derzeit allerdings gerade. Ursprünglich sollte der E-Call ab Oktober 2015 Pflicht für Neuwagen werden, derzeit ist eher von 2017 die Rede.

Baden setzt derzeit vor allem auf Übersee-Geschäfte. Bis 2020 solle sich der Umsatz, den die Sparte mit Instrumenten und Infotainmentsystemen fürs Auto in Amerika und Asien erwirtschaftet, verdoppeln. Im vergangenen Jahr kam Bosch Car Multimedia auf ein Umsatzplus von 10 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, für 2014 hält Baden einen Zuwachs von 7 Prozent für erreichbar. Die Sparte beschäftigt weltweit 6700 Mitarbeiter – fast jeder vierte davon sitzt im Hildesheimer Wald. Der Bosch-Standort insgesamt, an dem auch Starter und elektrische Motoren gefertigt werden, kommt auf 3300 Beschäftigte.

Wirtschaft Streit zwischen VW und Lichtblick - Die Schwärmerei ist vorbei
Stefan Winter 01.06.2014
Wirtschaft Größter Zukauf der Firmengeschichte - Apple übernimmt Beats für drei Milliarden
29.05.2014
Wirtschaft Korruptionsverdachts am BER - Neuer Rückschlag für Pannenflughafen
31.05.2014