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Wirtschaft Bei verarbeiteten Lebensmitteln: Herkunft von Eiern soll leichter erkennbar werden
Nachrichten Wirtschaft Bei verarbeiteten Lebensmitteln: Herkunft von Eiern soll leichter erkennbar werden
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11:24 23.05.2019
Der Stempel beschreibt, woher das Ei kommt. Quelle: dpa
Düsseldorf, Mainz

Verbraucherminister von der Länder wollen, dass auch bei Lebensmitteln mit weiterverarbeiteten Eiern über die Tierhaltung informiert wird. „Es ist an der Zeit, dass auch verarbeitete Produkte mit Ei-Anteil Informationen zur Haltungsform der Legehennen verpflichtend enthalten“, sagte Baden-Württembergs Verbraucherminister Peter Hauk (CDU) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Für eine solche ausgeweitete Kennzeichnungspflicht auf Lebensmittel-Verpackungen wollen die Verbraucherschutzminister der Länder auf ihrer Konferenz am Donnerstag und Freitag in Mainz offenbar einen neuen Anlauf unternehmen.

Kennzeichnung wirkt

Die Informationen über die Haltungsform auf Schaleneiern habe zu Transparenz bei Verbrauchern geführt und den Anteil der vermarkteten Eier aus tierwohlgerechteren Haltungsformen erhöht, sagte Hauk. Würden jedoch Eier weiterverarbeitet, gehe diese Information verloren.

Ein Antrag Baden-Württembergs fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) auf, die Ergebnisse einer Kosten-Nutzen-Analyse über die ausgeweitete Kennzeichnungspflicht vorzulegen.

Das bedeuten die Eier-Stempel

Für Laien sind die Stempel auf Eiern oft kryptisch – dabei geben sie Auskunft über Haltungsform, Herkunftsland, und Betriebs- und Stallnummer. Ein typischer Stempel könnte so aussehen: 1-DE-084567. So entschlüsseln Sie ihn:

1: Die erste Ziffer steht für die Haltungsform. Eine 0 bedeute ökologische Haltung, eine 1 Freilandhaltung, eine 2 Bodenhaltung, eine 3 Käfighaltung in der EU, erklärt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

DE: Die anschließende Buchstabenfolge steht für das Herkunftsland. DE steht für Deutschland, NL für die Niederlande und so weiter.

08: Die zwei Ziffern danach weisen auf das Bundesland hin, aus dem die Eier stehen: 01 - Schleswig-Holstein, 02 - Hamburg, 03 - Niedersachsen, 04 - Bremen, 05 - Nordrhein-Westfalen, 06 - Hessen, 07 - Rheinland-Pfalz, 08 - Baden-Württemberg, 09 - Bayern, 10 - Saarland, 11 - Berlin, 12 - Brandenburg, 13 - Mecklenburg-Vorpommern, 14 - Sachsen, 15 - Sachsen-Anhalt, 16 - Thüringen

4567: Die letzten vier Ziffern stehen für die Legebetriebsnummer. Diese kann auf www.was-steht-auf-dem-ei.de entschlüsselt werden.

Von RND/dpa/hö