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Wirtschaft Beschäftigte verschwenden wöchentlich fünf Stunden mit sinnlosen Meetings
Nachrichten Wirtschaft Beschäftigte verschwenden wöchentlich fünf Stunden mit sinnlosen Meetings
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18:50 22.10.2019
Absprachen sind gut, doppelte Absprachen überflüssig: Einer Studie zufolge verbringen deutsche Beschäftigte viel Zeit mit sinnloser Arbeit. Quelle: imago/PhotoAlto

Pro Arbeitnehmer entfallen fünf Stunden und neun Minuten wöchentliche Arbeitszeit auf Aufgaben, die bereits von Kollegen erledigt wurden – das belegt eine Studie des Softwareunternehmens Asana.

Für den jüngsten Anatomy-of-Work-Index des Unternehmens sind insgesamt gut 10.000 Bürobeschäftigte weltweit befragt worden. Diese gaben unter anderem Auskunft über ihre Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten sowie die Effizienz der Arbeitsorganisation in ihren Unternehmen.

Japan macht es anders

Um die Effizienz ist es laut Asana in Deutschland schlecht bestellt: Im internationalen Vergleich verbringen hiesige Beschäftigte fünf Stunden und neun Minuten pro Woche mit Aufgaben, die im Betrieb doppelt erledigt werden – also etwa Meetings zu bereits vertrauten Themen, doppelt gehaltenen Briefings oder Arbeitsschritten, die auch einem Kollegen zugewiesen waren.

„Von allen Ländern ist Deutschland das, in dem Angestellte die meiste Zeit mit der Zweifach-Erledigung von Aufgaben verbringen“, sagt Robbie O’Connor, Europa-, Mittlerer-Osten- und Afrika-Chef von Asana, dem Nachrichtenportal „Business Insider“. Hinter Deutschland folgen Australien und Großbritannien mit ebenfalls jeweils mehr als fünf Stunden sogenannter „duplicate work“. Ein ganz anderes Bild zeigt sich in Japan. Dort entfallen nur zwei Stunden und 56 Minuten darauf.

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Hintergrund ist laut Asana oft mangelnde Abstimmung: „Wenn Teams relativ isoliert voneinander arbeiten, ist häufig keinem so richtig klar, wer wann für was zuständig ist“, so O’Connor. Spezifisch für Deutschland sieht er allerdings ein weiteres Problem. Laut O’Connor werden Deutsche oft mit einzelnen Aufgaben nicht fertig – weil sie insgesamt zu viel zu tun haben. 93 Prozent der Befragten hätten angegeben, zu viele Aufgaben gleichzeitig erledigen zu müssen. 81 Prozent seien der Meinung, dass ineffiziente Abläufe ihre Arbeit behinderten.

Von Christoph Höland/RND

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