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Wirtschaft Bei TUI sollen Hunderte Jobs wegfallen
Nachrichten Wirtschaft Bei TUI sollen Hunderte Jobs wegfallen
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10:05 29.09.2011
Am Donnerstag soll der befürchtete Jobabbau des Reisekonzerns TUI in Hannover konkret werden.
Am Donnerstag soll der befürchtete Jobabbau des Reisekonzerns TUI in Hannover konkret werden. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

In politischen Kreisen in Hannover war am Mittwoch von einem „schweren Schlag“ die Rede. Schon seit einigen Wochen kursieren Hinweise, das Unternehmen wolle 400 Stellen streichen. Jüngste Spekulationen gingen in Richtung 600, wurden aber vom Unternehmen zurückgewiesen. Insgesamt arbeiten derzeit 2100 Mitarbeiter in der Konzernzentrale in Hannover.

Schon vor anderthalb Monaten waren Hinweise auf bevorstehende Maßnahmen im Personalbereich bekannt geworden. Bei der TUI gibt es vor allem wegen der stärkeren Konkurrenz der Reisebuchungen im Internet Bereiche, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind. TUI, aber auch andere namhafte Touristiker, leiden seit Längerem unter der Konkurrenz sogenannter X-Veranstalter. Der Buchstabe „X“ steht als Symbol für eine neue Art, Reisen zusammenzustellen: Kleine, unbekannte Anbieter im Internet nutzen die Überkapazitäten bei Hotels und Fluggesellschaften, um daraus attraktive Reisepakete zu schnüren.

In den vergangenen Wochen soll es „intensive Kontakte“ zwischen dem Konzern und der Landesregierung in Hannover gegeben haben. Ein Interessenausgleich, der einen sozialverträglichen Abbau möglich machen soll, ist offenbar mittlerweile in die Wege geleitet worden. Vermutlich werden Mitarbeiter auch in eine Transfergesellschaft wechseln können, in der sie auf neue Tätigkeiten vorbereitet und auch weiterqualifiziert werden können. Die Arbeitsagentur sei ebenfalls bereits eingeschaltet worden, heißt es.

In Kreisen der Landespolitik kursiert inzwischen sogar die Besorgnis, die TUI könne sich schrittweise ganz aus Hannover zurückziehen. Andere Stimmen warnen jedoch vor einer Dramatisierung der Lage und zeigen sich zuversichtlich, dass der Stellenabbau ohne übermäßige Härten vollzogen werden könne – zumal der derzeit florierende Arbeitsmarkt für viele Betroffene neue Perspektiven bereithalte.

Zuletzt hatte TUI Deutschland vor acht Jahren Stellen abgebaut. Im Anschluss daran schloss das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern ein Abkommen, das betriebsbedingte Kündigungen verhindern sollte. Es sieht vor, dass überzählige Mitarbeiter eine Abfindung bekommen und für den doppelten Zeitraum ihrer Kündigungsfrist in die erwähnte Transfergesellschaft wechseln können.

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