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Wirtschaft Baubeginn für milliardenschwere chinesische Batteriezellen-Fabrik in Deutschland
Nachrichten Wirtschaft Baubeginn für milliardenschwere chinesische Batteriezellen-Fabrik in Deutschland
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17:46 18.10.2019
Baubeginn für das Batteriezellenwerk des chinesischen Konzerns CATL. Quelle: Jens-Ulrich Koch/dpa-Zentralbild
Arnstadt

Baustart für eine der größten Batteriezellen-Fabriken für Elektroautos in Europa: Der chinesische CATL-Konzern (Contemporary Amperex Technology Ltd.) investiere in den nächsten fünf Jahren bis zu 1,8 Milliarden Euro in Fabriken im thüringischen Arnstadt, sagte Europapräsident Matthias Zentgraf am Freitag beim ersten Spatenstich. "Das ist unser erster Produktionsstandort außerhalb Chinas. Da sind wir sehr stolz drauf." Schrittweise würden bis zu 2000 Arbeitsplätze entstehen.

Anfang 2022 solle die erste Fabrik im Gewerbegebiet "Erfurter Kreuz" mit der Produktion von Batteriezellen beginnen. Die Kapazität liege dann bei zunächst 14 Gigawattstunden, später bei 24 Gigawattstunden. Sie würde je nach Bedarf der Autohersteller hochgefahren. "Letztlich hängt das davon ab, wie sich E-Autos verkaufen."

2000 Arbeitsplätze sollen entstehen

Bereits im kommenden Jahr könnten in Hallen, die CATL aus der Insolvenzmasse des Solarzellenherstellers Solarworld in Nachbarschaft zu seinem Areal gekauft habe, Module gefertigt werden. Die Zellen dafür würden noch aus China kommen. Kurzfristig würden so die ersten 200 Arbeitsplätze entstehen, sagte Zentgraf.

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Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sprach von einem "Investment der Superlative", bei dem Know-how von China nach Europa fließe. Künftig komme aus Thüringen die Technologie, "die die deutsche und europäische Mobilitätswende überhaupt erst möglich macht". Der Markt für Batterien für Elektrofahrzeugen wird von Anbietern aus China, Korea und Japan dominiert.

Milliarden schwerer Vertrag mit BMW

Thüringen hatte lange um die große Industrieansiedlung gekämpft. Letztlich hätten die vorhandene Infrastruktur und die Erreichbarkeit aller deutschen Autohersteller innerhalb von vier Stunden den Ausschlag gegenüber Mitbewerbern gegeben. Geplant sei auch Batterieforschung zwischen CATL und Thüringer Instituten, so der Minister.

CATL hatte sich im Frühjahr entschieden, mehr zu investieren als zunächst geplant. Bei der Investitionsentscheidung im Sommer 2018 war zunächst nur von 240 Millionen Euro bis 2022 die Rede. Ein Liefervertrag in Milliardenhöhe besteht bereits mit dem Autobauer BMW.

CATL mit Hauptsitz im chinesischen Ningde gehört weltweit zu den größten Herstellern von Lithium-Ionen-Batterien und beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 20 000 Arbeitnehmer.

Chinesen bauen Batteriezellen-Fabrik in Thüringen

RND/dpa

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