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Wirtschaft Hannoversche Volksbank schafft Kassenschalter ab
Nachrichten Wirtschaft Hannoversche Volksbank schafft Kassenschalter ab
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09:25 17.12.2019
In der Zentrale der Hannoverschen Volksbank können sich Kunden bisher noch am Schalter Geld auszahlen lassen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Hannoversche Volksbank schafft ihre Kassenschalter ab. Bis Mitte 2020 will das Kreditinstitut in seinen 71 Filialen die Ausgabe und Annahme von Bargeld auf Automaten umstellen. „Wir richten uns am veränderten Kundenbedarf aus“, sagte ein Sprecher der Bank. „Unsere bisherigen Kassen wurden immer weniger frequentiert.“ Durch die Umstellung könne man zudem die Kosten senken und die Sicherheit erhöhen.

Derzeit bietet die Volksbank unterschiedliche Möglichkeiten an, an Bargeld zu kommen. In der Mehrzahl der Geschäftsstellen und den Selbstbedienungscentern können Kunden Geldscheine abheben und zum Teil auch einzahlen. In sechs Filialen nimmt die Volksbank auch Münzen in größeren Mengen an oder zahlt diese aus – zum Beispiel in der Zentrale in der hannoverschen Innenstadt. An 17 Standorten haben die Kunden die Möglichkeit, bis zu 25 000 Euro abzuheben.

Notfalls stehen noch Mitarbeiter bereit

Für die Umstellung des Bargeldservices hat die Volksbank 20 neue Automaten angeschafft, die Aus- und Einzahlungen abwickeln und auch Geld wechseln können. Die Kunden habe man über die Neuerungen frühzeitig informiert, sagte der Sprecher. Für Firmenkunden würden bei Bedarf auch individuelle Lösungen entwickelt: „Uns ist bewusst, dass Veränderungen von gewohnten Abläufen gut erklärt werden müssen.“

In den 17 Filialen mit einer sogenannten Vollkasse will die Volksbank Kunden auch künftig die Möglichkeit bieten, mithilfe von Mitarbeitern an ihr Geld zu kommen. „Ein Arbeitsplatz wird dort weiterhin als Kasse ausgewiesen“, sagte der Sprecher. Kunden könnten dort ihre Girocard vorlegen – der gewünschte Geldbetrag werde anschließend an einem der Automaten ausgegeben. Ein ähnliches Konzept soll künftig auch für die Filialen der Volksbank Hildesheimer Börde gelten, mit der sich die Hannoversche Volksbank in diesem Jahr zusammengeschlossen hat.

Sparkasse setzt ebenfalls auf Automaten

Auch die Sparkasse Hannover verringert die Zahl ihrer Bargeldschalter. „Wir haben in diesem Jahr an 14 Standorten das Kassengeschäft eingestellt“, sagte ein Sprecher des Instituts. „Im kommenden Jahr werden an zwei weiteren Standorten Kassen reduziert.“ Aktuell gebe es noch 40 Filialen, in denen Mitarbeiter Geld annehmen oder auszahlen. An 16 weiteren Standorten biete die Sparkasse ein eingeschränktes Kassengeschäft an – gemeint sind damit etwa Verfügungen an Automaten, die über das Limit der Kunden hinausgehen und durch Mitarbeiter freigeschaltet werden. Der Bargeldbedarf werde zum größten Teil durch das Netz von mehr als 200 Automaten gedeckt.

Nach einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman suchen rund 85 Prozent aller Bankkunden mindestens einmal im Monat eine Filiale auf, um am Automaten Geld ein- oder auszuzahlen beziehungsweise um Kontoauszüge auszudrucken oder Überweisungen am Terminal aufzugeben. Lediglich 28 Prozent der Kontoinhaber gehen zum Schalter und suchen das Gespräch mit den Mitarbeitern. Eine Beratung nähmen nur 8  Prozent aller Kunden mindestens einmal im Monat in Anspruch, heißt es.

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